Pflege - Erntekalender

19.11.05

Aufräumen auf dem Acker

Am 26. November (kommenden Samstag) ist die gartenglück-Saison zu Ende. Bis dahin sollten die Parzellen also abgeerntet sein. In den darauffolgenden Wochen wird der Acker mit Mist gedüngt und Anfang des Jahres dann gepflügt.

Damit das Pflügen relativ problemlos ablaufen kann, würden wir uns freuen, wenn jeder die folgenden Handgriffe auf seiner Parzelle erledigen könnte:

- die Bambusstäbe und die Latten (samt Namensschildern) zur Parzellenunterteilung herausziehen und neben der Gerätekiste stapeln

- die selbstgebastelten Parzellenabtrennungen, Erbsenzäune usw. abbauen und mintnehmen - bitte auch unbedingt die Vogelschutznetze einsammeln!

- Bei wem der Fenchel noch steht: die Pflanzen herausziehen (am besten mit einem Spaten unterhalb der Knolle abhacken) und auf der Fläche verteilen, auf der die Kartoffeln standen

- hohe Pflanzen wie z.B. Dill oder Blumen mit dem Fuß umknicken, so dass sie platt auf dem Boden liegen

- bitte nichts mehr auf den Kompost bringen, sondern Grünabfälle stattdessen lieber auf der Parzelle liegenlassen - das spart uns viel Arbeit, da wir die Komposthaufen per Hand auf dem Acker verteilen müssen. Es sollten allerdings keine Kohlköpfe stehen/liegen bleiben, denn sie können das Pflügen behindern. (Kohl lässt sich im übrigen kleingeschnitten ganz wunderbar einfrieren!) Wem der Kohl zu viel ist und nicht weiß wohin, kann ihn neben der Gerätekiste in einem Erntekorb abstellen.

- alle, die noch einen Erntekorb zu Hause stehen haben: Bitte im Laufe der nächsten Woche zurückbringen!!

- den Mais bitte herausziehen und (wenn möglich) in etwa 30 cm lange Stücke brechen/schneiden/hacken und liegenlassen. Wenn das nicht klappt, die Pflanzen bitte auf einen Haufen am Rand der Parzelle stapeln - dann müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen, um ihn "kleinzukriegen"!!

Vielen Dank!!!!

13.11.05

Sellerie-Ernte

Der Sellerie ist leider ziemlich klein geraten...er hat viel Wurzelwerk gebildet, aber nur kleine Knollen. Im Herbst kann Sellerie lange auf dem Acker stehen bleiben - aber Vorsicht, er ist sehr frostempfindlich! Deshalb sollte demnächst mit der Ernte begonnen werden.

02.11.05

Kohl-Ernte

Wirsing, Weiß- und Rotkohl können noch eine Zeitlang auf dem Feld stehen bleiben. Köpfe, die den Boden berühren sollten aber sofort geerntet werden, da sie sonst schnell anfangen zu faulen. Beim Wirsing besteht manchmal die Gefahr, dass er platzt - solche Köpfe nimmt man am besten auch direkt mit nach Hause!

Manche Kohlköpfe sind unter den äußeren Deckblättern etwas schmierig. Das sind die Hinterlassenschaften der Raupen des Kohlweißlings. Diese Blätter einfach abwaschen oder aussortieren.

04.10.05

Zuckermais-Ernte

Die Erntereife der Maiskolben lässt sich folgendermaßen feststellen: Die oben aus dem Kolben herausschauenden Fäden sollten vertrocknet sein, die Hüllblätter aber noch frisch aussehen. Die Körner sind idealer Weise vollrund, gelb-orange und noch nicht verschrumpelt. Die oberste Spitze des Kolbens kann noch blass und unreif sein.
Zur Ernte bricht man den Kolben nach unten heraus und zieht dann die Blätter ab. Die Maispflanzen haben in der Regel ein oder zwei Kolben.

Einige Pflanzen sind vom sogenannten "Maisbeulenbrand" befallen. Dabei handelt es sich um einen Pilz, der wie ein Geschwülst aus dem Stängel, den Blättern oder den Kolben heraus wächst und mit einer silber-weiss glänzenden Haut überzogen ist. Wenn diese Haut aufreisst, kommt eine Unmenge an schwarz-braunem Sporenpulver zum Vorschein. Die Sporen verteilen sich mit dem Wind und können mehrere Jahre im Boden überleben. Deshalb ist es sinnvoll, die Geschwülste (bevor sie aufplatzen) abzubrechen und im Hausmüll zu entsorgen. Für diese Maßnahme ist es nun in den meisten Fällen schon zu spät - bitte befallene Pflanzenteile aber keinesfalls auf den Kompost werfen!

Möhren-Ernte

Wenn der Teil der Möhre, der aus dem Boden herausschaut vielversprechend groß aussieht, so sollte zur Grabegabel gegriffen werden: Möglichst tief ein Stückchen entfernt neben den Möhren einstechen und die Erde samt Möhren ausheben.

Die späte Möhren-Sorte scheint für den schweren Boden des gartenglück-Ackers doch deutlich besser geeignet zu sein als die frühere Sorte!

07.09.05

Kleine Übersichtshilfe für das aktuelle Geschehen im gartenglück

Ernten:

• Rote Bete: die großen Knollen können herausgezogen werden (Achtung: die Blätter vorsichtig abdrehen, damit die Knolle nicht verletzt wird und der kostbare rote Saft nicht ausläuft!), die kleineren Knollen haben dann mehr Platz zum Wachsen

• Basilikum und Petersilie: regelmäßig zurückschneiden, sie wachsen noch gut nach

• späte Möhren: allerspätestens jetzt ausdünnen (zu eng stehende Pflanzen herausnehmen), damit die kleineren Wurzeln Platz haben, sich zu entwickeln

• Kartoffeln: sollten schnellstmöglich geerntet werden, da der Boden ziemlich feucht ist und die Knollen bald anfangen könnten zu faulen

• Brokkoli: die blühenden Köpfe schneidet man am besten jetzt ab (nur die Blüte), damit er nachwachsen kann

• Speisezwiebeln: herausziehen und ein paar Tage zum Trocknen an die Sonne legen (auch wenn das Grün noch nicht vollständig abgestorben ist)

• kleine Zwiebelchen: sie sind jetzt ebenfalls erntereif

• blühender Fenchel: die Knollen lassen sich mit Hilfe des Spatens ausstechen und können dann auf den Kompost oder zu den Schweinen

• Kürbis: die reifen (tieforangenen) Kürbisse sollten nicht länger auf dem Boden liegen bleiben, da sie sonst Faulstellen bekommen

• Bohnen: auch jetzt lohnt sich das regelmäßige Ernten (ca 1x/Woche) noch, die Pflanzen haben tw. sogar noch Blüten! Wer Bohnen nachgesät hat, kann wahrscheinlich demnächst mit der Ernte beginnen.

• Kohlrabi: auch die riesigen Knollen sind tatsächlich schön zart, man kann sie nach und nach mit nach Hause nehmen

• Weißkohl/Wirsing: nach Bedarf einzelne Köpfe ernten, die anderen noch auf dem Acker stehen lassen


Ausführlichere Anleitungen zur Ernte und Konservierung aller Kulturen sind im Pflege- & Erntekalender bzw. unter Rezepte zu finden!

Pflanzen/Säen:

Feldsalat und Spinat lassen sich jetzt noch säen, wer möchte kann sein Glück auch noch mit Dill versuchen.

28.08.05

Komposthaufen im gartenglück

Wir bitten alle gartenglück-ler, für anfallende Gemüsereste und Unkräuter die beiden großen Komposthaufen am oberen Zaun rechts vom Wasserfass zu benutzen – bitte keine „wilden“ Komposthaufen irgendwo anders auf dem Acker eröffnen!!!
Dankeschön! :-)

Sä-Zwiebel -Ernte

Die kleinen Zwiebeln sind jetzt erntereif – nach Bedarf kann man sie aus der Erde ziehen, solange das Grün noch nicht abgestorben ist. Ist das der Fall, sollten sie alle (nach dem gleichen Schema wie die Speisezwiebeln) geerntet und gelagert werden.

Die Zwiebelchen schmecken sehr gut an Salaten, oder einfach auf einer Scheibe Brot mit Tomate...

Weißkohl -Ernte

Wer möchte, kann schon den ein oder anderen Kopf Weißkohl mit nach Hause nehmen! Die großen Köpfe einfach aus der Erde ziehen und den Stängel mit der Erde abschneiden. Die keinen Köpfe sollten noch ein wenig wachsen.

24.08.05

Kartoffel-Ernte

Es kann losgehen – das Kraut der Kartoffelpflanzen ist abgestorben und die Knollen haben feste Schalen; sie warten also nur darauf, ausgegraben zu werden!!

Am besten geht das mit einer Grabegabel (bitte nicht die roten Kinderschaufeln benutzen, die gehen sehr schnell kaputt!) : Von der Seite sticht man möglichst tief in den Damm und schüttet die Erde samt Kartoffeln daneben. So lassen sich die Kartoffeln leicht aus dem Loch und der ausgehobenen Erde heraus sammeln. Wichtig ist, dass die Kartoffeln häufig nicht nur unmittelbar unter der Pflanze zu finden sind und deshalb auch ein wenig rechts und links davon gegraben werden sollte.

An manchen Pflanzen hängt noch die Mutterknolle (sie ist meist ziemlich dunkel und etwas matschig); sie kann mit dem abgestorbenen Kraut auf dem Acker liegen bleiben.

Auf den meisten Parzellen haben wir zwei gelbe und eine rote Sorte angebaut.
Noch eine kleine Vorwarnung: Es sind viele kleine Knollen dabei...

Achtung:
Normalerweise könnten die Kartoffeln in diesem Stadium noch eine Weile im Boden bleiben – da es z.Z. aber recht feucht ist, sollten sie jetzt möglichst bald geerntet werden!!:

30.07.05

Dünger einarbeiten

Die Rote Bete, einen Teil der Gurken und den Mangold haben wir mit Hornmehl bzw. –spänen gedüngt. Der Dünger sollte wieder möglichst bald durch leichtes Hacken in den Boden eingearbeitet werden.

Mangold-Ernte

Beim Mangold werden die großen, äußeren Blätter in Bodennähe abgeschnitten. Die jungen Herzblätter bleiben stehen, so dass immer neue Blattmasse heranwachsen kann. Die Stängel werden mitgegessen!

Rote Bete-Ernte

Die Rote Bete ist in den verschiedenen Parzellen extrem unterschiedlich gewachsen – während manche Rüben schon fast zu ernten sind, sind andere noch winzig klein! Dort, wo die Pflanzen enger stehen und sich gegenseitig den Platz rauben, ist es sinnvoll schon früh kleinere Rüben herauszuziehen. Die verbleibenden Pflanzen werden erst dann geerntet, wenn sie schön große Rüben ausgebildet haben (ein Teil der Rübe ragt dann aus der Erde heraus).

Möhren-Ernte

An manchen Stellen stehen die Pflanzen etwas zu eng, dort sollte man schon früh kleinere Möhren herausziehen, um den anderen mehr Platz zu geben. „Ziehen“ ist hier leichter gesagt als getan – am besten ist es, den nächsten Regen abzuwarten und dann sein Glück zu versuchen... Hilfreich könnte dabei eine kleine Handschaufel sein!

Die Möhren können schön groß werden – ihre Größe erkennt man an dem Teil, der später aus der Erde herausschaut.

Brokkoli-Ernte

Der essbare Teil des Brokkoli sind nichts anderes als die zahlreichen, winzigen Knospen, die dicht nebeneinander wachsen. Brokkoli wird dann geerntet, wenn die Blüte schön groß und noch sattgrün bzw. violett (je nach Sorte) ist. In den letzten Tagen muss man sie gut im Auge behalten, da die Knospen ganz plötzlich in voller Pracht erblühen können!

Bei der Ernte ist zu beachten, dass nicht die ganze Kohlpflanze sondern lediglich die Blüte abgeschnitten wird. Denn daraufhin bilden sich viele neue Blüten, die aber alle bis auf eine zentrale abgeknipst werden sollten, so dass wieder eine einzelne große Hauptblüte (und nicht viele kleine) heranwächst.

Der meiste Brokkoli wird innerhalb der einzelnen Parzellen relativ zeitgleich erntereif sein. Doch sollte man angesichts der Menge nicht zögern, sondern ihn gleich abernten – Brokkoli lässt sich sehr gut einfrieren!

Fenchel

Achtung, die ein oder andere Fenchelknolle beginnt bereits zu schießen! Es empfiehlt sich daher, die größeren Knollen demnächst zu ernten. Da sie sich manchmal nur schwer herausziehen oder abschneiden lassen, kann man sie alternativ mit dem Spaten herausheben.

Kürbis-Ernte

Wenn sich die Kürbisse leuchtend orange-rot färben, kann man sie abschneiden und mitnehmen. Hokkaido lassen sich zu Hause lange lagern.

27.07.05

Basilikum-Ernte

Das Basilikum hat inzwischen eine Größe erreicht, in der es sich gut zum ersten Mal ernten lässt: Mit einem scharfen Messer schneidet man etwa die oberen zwei Drittel der Stängel ab. Auf diese Weise kann man die ganze Reihe beernten – die Pflanzen schlagen dann wieder neu aus und bilden neue Triebe. Ein Rezept für Pesto werden wir unter „Rezepte“ online stellen!

Einzelne Blätter zum Würzen von Salaten und warmen Gerichten lassen sich natürlich jederzeit abzupfen.

Fenchel-Ernte

Viele gartenglück-ler sind ja schon eifrig dabei, Fenchel zu ernten, während auf anderen Parzellen noch eine ganze Weile damit gewartet werden muss! Die Fenchelknollen schneidet man am besten dicht am Boden ab, wenn sie sich nicht herausziehen lassen. Solange die Pflanzen nicht anfangen zu schießen, sind auch die großen, erntereifen Knollen gut auf dem Feld aufgehoben.

Tomaten-Ernte

So langsam geht es los, die ersten Tomaten (rote und gelbe) sind reif! Besonders bei der gelben Sorte ist genaues Hingucken erforderlich, da man die kleinen Früchte im wuchernden Kraut leicht übersieht. Sobald sich die Tomaten dunkelgelb färben, sind sie erntereif.

Petersilien-Ernte

Wer möchte, kann jetzt zum ersten Mal Petersilie schneiden – oder aber noch ein wenig warten, bis die Pflanzen höher gewachsen sind. Ein Stück unterhalb der großen Blätter schneidet man die Stängel ab. Wichtig ist, dass die Herzblätter dabei stehen bleiben. Auch Petersilie lässt sich mehrmals im Jahr ernten.

10.07.05

Abgeerntete Erbsen

Wenn die Erbsen-Pflanzen abgeerntet und keine kleinen nachwachsenden Schoten mehr zu sehen sind, sollten sie kurz über dem Boden abgeschnitten werden, so dass die Wurzeln in der Erde bleiben. Erbsen und Bohnen besitzen die Fähigkeit, über die Wurzeln (mit Hilfe von Bakterien) Stickstoff zu sammeln und ihn dadurch anderen Pflanzen zu Verfügung zu stellen. Diese kostenlose Düngung sollte in jedem Fall genutzt werden!!

Das Erbsenstroh kann als Mulch eingesetzt werden oder zum Schutz vor Fäulnis unter die z.T. schon vorhandenen größeren Kürbisse gelegt werden.

Über die überreifen (oft nicht mehr genießbaren) Zuckererbsen freuen sich die Schweine!!

Dill-Ernte

Dill wird geerntet, indem man vorsichtig einzelne Äste an den Seiten der Pflanzen abbricht. Das Herz sollte allerdings stehen bleiben. Die Pflanzenteile lassen sich dann wunderbar einfrieren – bei Bedarf kann man von dem gefrorenen „Klumpen“ ganz einfach etwas abbröseln, ohne den Dill noch zerschneiden zu müssen. Sie zerfallen ganz leicht von selbst – allerdings nur, solange sie gefroren sind!

Das kann jetzt noch gesät werden

Uns wird momentan oft die Frage gestellt, was denn jetzt noch zu säen sei.
Hier also ein paar Anregungen:
Radieschen (bis in den September hinein)
bald wieder Spinat (wir geben dann Bescheid)
Rote Bete (ist aber schon ziemlich spät)
Feldsalat (Saatgut steht ab jetzt in der Kiste)
Fenchel (haben wir aber kein Saatgut, müsste sich also jeder selber besorgen)
gelbe/grüne Buschbohnen (Achtung – nicht dort aussäen, wo vorher schon Bohnen oder Erbsen standen!)
Radiccio (müsste sich auch jeder selbst besorgen)
Pflücksalat
Mangold

Zuckermais - Pflege

Der Mais steht stellenweise zu dicht, so dass sich die einzelnen Pflanzen nicht richtig entwickeln können. Sie sollten deshalb auf etwa 25 cm vereinzelt werden. Am besten zieht man bei feuchter Witterung die überzähligen Pflanzen vorsichtig aus dem Boden – wenn die Erde so nass ist wie momentan, bleibt sogar ein großer Teil der Wurzeln erhalten. Die herausgenommenen Pflanzen können dann einfach links neben die Reihe Mais, unmittelbar neben die Markerbsen gepflanzt werden (in der „Muster“-Parzelle haben wir das bereits gemacht). Wenn die Erbsen demnächst abgeerntet sind, können sie abgeschnitten werden, so dass sich der umgepflanzte Mais ausbreiten kann. Die Pflanzen sind für einen solchen Umzug zwar schon recht groß, aber die derzeitige Witterung ist dafür ideal und einen Versuch ist es in jedem Fall wert!

Wir haben den Mais gerade mit einer Mischung aus Hornmehl und Hornspänen gedüngt. Durch leichtes Hacken um die Pflanzen herum sollte der Dünger jetzt eingearbeitet werden. Dabei lässt sich gleichzeitig ein kleiner „Schönheitsfehler“ beheben: Durch die starken Regenfälle der letzten Zeit haben sich die Mais-Pflanzen in manchen Blöcken deutlich zur Seite geneigt. Beim Hacken kann man die Erde nun leicht von links und rechts an die Pflanzen heranhäufeln, so dass ein kleiner Damm entsteht, den man unmittelbar an den Pflanzenstängeln fest andrückt.

05.07.05

Bohnen-Ernte

Auf den Parzellen wachsen zwei verschiedene Sorten Buschbohnen: Eine gelbe und eine grüne Variante. Beide sind dann erntereif, wenn die Bohnen schön lang und rund sind. Sie sollten allerdings spätestens dann geerntet werden, wenn sich die einzelnen Körner durch die Schote hindurch deutlich abzeichnen. Lässt man sie zu lange hängen, sind sie nach dem Kochen nicht mehr so zart. Bei der Ernte die Schoten am besten mit den Fingernägeln abknipsen, sonst kann es schnell passieren, dass durch einfaches Abreißen der Früchte die komplette Pflanze entwurzelt wird. Buschbohnen werden mit der Schote gekocht und gegessen.

Achtung: Rohe Bohnen sind giftig!

Zucchini- / Gurken-Ernte

Wenn die Früchte die gewünschte Größe haben, kann man sie einfach abdrehen bzw. abschneiden.

Bei den Gurken handelt es sich um Schlangengurken, die schön lang werden können und auch mit Schale sehr gut schmecken.

Die Zucchini können zu regelrechten Keulen mutieren, wenn man sie zu lange wachsen lässt. Da die Schale dann aber sehr hart wird und das Kerngehäuse einen großen Teil der Frucht einnimmt, ist es sinnvoll, sie vor dem Erreichen dieses Riesen-Stadiums zu ernten!
Kleine, verkümmerte Früchte (sie laufen zum äußeren Ende hin extrem dünn zu und färben sich dort gelb) sollten am besten direkt abgemacht und auf den Kompost verfrachtet werden – sie rauben der Pflanze nur unnötig Energie. Die gelben Zucchini werden genau wie ihre grüne Verwandtschaft verwendet!

28.06.05

Läuse an Tomaten

An einigen Tomatenpflanzen tun sich momentan schwarze, geflügelte Läuse gütlich. Sie saugen den Saft der Pflanzen, was ihnen natürlich Kraft nimmt. Ein erstes gut sichtbares Anzeichen für den Läuse-Befall sind die (besonders an der Spitze) leicht zusammen gerollten Blätter.
Wer Geduld hat, wartet ab, bis sich Nützlinge einstellen wie z.B. Marienkäfer-Larven (sie sind schmal und lang, schwarz mit roten Punkten an den Seiten), Florfliegen oder Schlupfwespen, denn der derzeitige Befall ist noch nicht Besorgnis erregend. Wer aber lieber sofort handeln möchte, kann „Beißende Brennessel-Brühe“ ansetzen (ein Kaltwasserauszug aus Brennesseln).

So funktioniert´s:
1 kg frische Brennesseln (oder 100-200 g getrocknete) werden mit 10 Liter kaltem Wasser angesetzt. Diese Mischung bleibt 12-24 Stunden stehen. Dann wird die Flüssigkeit unverdünnt mit der Gießkanne über die Blätter gegossen. Dabei muss gründlich vorgegangen werden, damit auch die Blattunterseiten getroffen werden. Die Behandlung darf in keinem Fall tagsüber bei Sonnenschein stattfinden, sonst „verbrennen“ nicht nur die Läuse, sondern auch die Blätter!

Alternativ lässt sich (um den Transport zum Acker zu vereinfachen) vielleicht auch folgende Methode anwenden: Die gleiche Menge Brennesseln statt in 10 Liter nur in drei (bis fünf) Liter Wasser aufsetzen und die vorgegebene Zeit stehen lassen. Dann füllt man die konzentrierte Flüssigkeit in ein paar gut verschließbare Flaschen um und fährt damit auf die Parzelle. Vor Ort schüttet man alles in eine 10 l-Gießkanne, füllt sie mit Wasser auf und hat dann die benötigten 10 Liter „Beißender Brennessel-Brühe“ zur Blattlausbekämpfung.

Wichtig: Bleibt die Brühe zu lange stehen, so gehen die „brennenden“ Substanzen der Nessel verloren.

Markerbsen-Ernte

Auch ein Teil der Markerbsen (die beiden Reihen innerhalb der Parzellen) ist nun erntereif. Die Schoten werden dann gepflückt, wenn sie prall und rund sind und die darin liegenden Erbsen die gewünschte Größe haben. Nachdem man die Spitze der Schote abgebrochen und den Faden an der Seite herunter gezogen hat, kann man die Schote mit den Fingernägeln öffnen und die Erbsen heraus streifen.

Rote Bete vereinzeln

Die Rote Bete-Pflänzchen stehen sehr oft viel zu dicht nebeneinander und müssen vereinzelt werden, damit sie genug Licht und Luft haben, um eine schöne Rübe zu bilden. Dazu zieht man einfach die überzähligen Pflanzen heraus und lässt nur in einem Abstand von etwa 7 cm jeweils die stärksten Exemplare stehen. Man kann sie auch etwas enger wachsen lassen, muss aber dann bei zunehmender Größe schon frühzeitig kleine Rüben ernten, um den anderen genug Platz zu verschaffen. Werden die Pflanzen nicht ausgedünnt, so können sie keine Knollen bilden!!!

Um Lücken zu füllen, kann man schöne Pflanzen auch verziehen: Am besten feuchtet man die Erde vorher gut an und nimmt dann mit Hilfe eines Messers oder einer Schaufel die zu dicht stehenden Pflanzen heraus – möglichst tief genug, so dass die Wurzel komplett mit heraus gelöst werden kann. Der neue Standort muss ebenfalls gut angefeuchtet werden . Das Verpflanzen sollte am besten Abends passieren! Die ersten Tage nach dem Umzug ist dann regelmäßiges Gießen nötig.

21.06.05

Spinat-Ernte

In vielen Parzellen sind ein Teil der Spinat-Pflanzen schon recht groß bzw. haben sogar Blütenstände. Zur Ernte schneidet man die komplette Pflanze ab – reicht die Menge noch nicht aus, um sie zu kochen, so kann man sie auch roh im Salat essen. Durch die Blüte (sie ist nicht genießbar) werden die Blätter herber im Geschmack (also besser vorher ausprobieren, ob sie roh schmecken!). Pflanzen, die noch keinen Blütenstand haben, lassen sich auch beernten, indem man regelmäßig die äußeren Blätter wegschneidet.

Zuckererbsen-Ernte

Zuckererbsen sind dann erntereif, wenn die Schote lang und platt ist und die darin befindlichen Erbsen nur andeutungsweise zu sehen sind. Man sollte die Erbsen nicht ausreifen lassen, da der Geschmack dann nicht mehr „zucker“süß ist.

Zur Ernte kneift man den Stiel kurz oberhalb der Schote ab. Vorsicht, nicht einfach an den Schoten ziehen – dabei kann man leicht versehentlich die ganze Pflanze heraus reißen!

Bei den etwas größeren Schoten sollte der Faden abgezogen werden (ist beim Essen sonst zu faserig). Dazu bricht man die obere Spitze einfach ab und zieht sie zur Seite herunter, wodurch sich der Faden mit ablöst.

Zuckererbsen schmecken am besten roh, lassen sich aber auch in einer bunten Gemüsepfanne anbraten.

Pflücksalat-Ernte

Sind die Blätter vom Pflücksalat groß genug, schneidet oder „pflückt“ man die äußeren Blätter ab – nur das Herz muss in jedem Fall stehen bleiben, damit der Salat immer wieder nachwächst.

Kohlrabi-Ernte

Vereinzelt sind die ersten violetten Kohlrabi-Knollen erntereif. Man kann sie praktisch in jeder Größe ernten – hat die Knolle die Wunschgröße erreicht, zieht man sie einfach aus der Erde und schneidet die Wurzel ab.

Der grüne Kohlrabi lässt noch auf sich warten, kann dafür aber Knollen mit einem Gewicht von bis zu acht (!!) Kilogramm ausbilden, die dann angeblich immer noch superzart sind... Es bleibt aber natürlich jedem selbst überlassen, ihn schon früher zu ernten.

21.06.05

Salat- / Kohlrabi-Jungpflanzen

Seit einigen Tagen stehen die neuen Salat- und Kohlrabi-Setzlinge neben der Gerätekiste. Bei den Salatpflanzen handelt es sich wieder um Kopfsalat (diesmal eine andere Sorte). Von Kohlrabi ist eine blaue und eine grüne Sorte vorhanden.

Vor dem Pflanzen sollten die Wurzelballen gut angefeuchtet werden. Der Salat kann u.a. dort nachgepflanzt werden, wo schon Köpfe geerntet wurden. Die Pflänzchen dürfen nicht zu tief gepflanzt werden; der oberste Rand des Erdtöpfchens sollte sogar noch zu sehen sein. Ein gut gelockerter Boden ist wichtig, in dem der Wurzelballen abschließend gut angedrückt wird. Kohlrabi kann etwas tiefer gesetzt werden (aber Achtung: pflanzt man ihn zu tief, so bildet er keine Knolle!). Bis die kleinen Pflanzen an ihrem neuen Platz Fuß gefasst haben, sollten sie bei trockener Witterung regelmäßig gegossen werden

Verschwundener Ruccola

In jedem Parzellenblock haben wir eine Reihe Ruccola (beschriftet mit „Salatrauke“) gesät. Leider waren die Erdflöhe sehr gefräßig und haben in einigen Blöcken einen absoluten Kahlschlag angerichtet. Lediglich die Blöcke I und III sind verschont geblieben...

Erdflöhe sind sehr kleine, schwarze Käfer, deren Fraßspuren in Form vieler kleiner Löcher besonders an den Blättern der Radieschen zu sehen sind. Streicht man mit der Hand über die befallenen Pflanzen, so sieht man bei genauem Hinschauen viele winzige Tierchen wegspringen – das sind die Missetäter! Die Radieschen haben im Vergleich zum Ruccola deutlich größere Keimblätter und fallen den Erdflöhen deshalb nicht ganz so schnell zum Opfer. Haben die Pflänzchen erst einmal eine gewisse Größe erreicht, können ihnen die kleinen Quälgeister zudem nicht mehr viel anhaben.

Es ist fraglich, wie sinnvoll eine Neu-Aussaat von Ruccola ist – die Wahrscheinlichkeit, dass die Erdflöhe wieder zuschlagen, ist sehr hoch. Wer in keinem Fall auf Ruccola verzichten möchte, hat die folgenden Möglichkeiten:

• Es gibt im Fachhandel Vliese, die so feinmaschig sind, dass auch Erdflöhe nicht hindurch kommen. Die neu ausgesäte Reihe müsste dann sofort mit einem solchen Vlies abgedeckt werden.

• Erdflöhe können sich bei Feuchtigkeit nicht vermehren – man könnte versuchen, die winzigen Keimlinge möglichst feucht zu halten, was bei den derzeitigen Temperaturen allerdings ziemlich schwierig sein dürfte!

• Die einfachste Variante wäre, Ruccola zu Hause in einer flachen Schale mit Anzuchterde vorzuziehen und später (wenn bereits einige Blätter zu sehen sind) die kleinen Pflanzen auszupflanzen. Dann haben sie genug Vorsprung, um den Erdflöhen „davonzuwachsen“.

11.06.05

Radieschen-Ernte

In vielen Parzellen sollten nun in jedem Fall die Radieschen geerntet werden!! Man zieht einfach regelmäßig die dicksten heraus, so dass sich auch die enger stehenden, kleinen Pflanzen entwickeln können. Wenn dann nach und nach die ganze Reihe abgeerntet ist, kann man dort wieder neu Radieschen aussäen (Samen von 2 verschiedenen Sorten und eine Sä-Anleitung gibt’s in der Gerätekiste).

Ein Tipp: Diese Sorte ist ziemlich scharf und kann einem (pur gegessen) glatt die Luft nehmen – im Salat oder mit Streichkäse auf Brot sind sie hingegen angenehm mild.

Lücken füllen

In vielen der von uns zuletzt gesäten Reihen sind die Keimlinge nun deutlich zu sehen, und damit auch die Fehlstellen... Von den meisten Kulturen haben wir noch Saatgut übrig, so dass in den Lücken nachgesät werden kann. Das Saatgut und die entsprechende Anleitung sind ab Anfang der Woche in der Gerätekiste zu finden. In den Reihen, in den die kleinen Pflänzchen noch nicht zu sehen sind, sollte mit dem Nachsäen lieber noch gewartet werden!

Einige Kulturen sind sehr ungleichmäßig gekeimt – stellenweise stehen die Pflänzchen viel zu eng, dann wieder viel zu weit auseinander. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, einen Teil der Pflanzen zu verziehen – man gräbt sie an einer Stelle aus, um sie woanders wieder einzupflanzen. Wichtig ist dabei, dass die Pflanzen noch sehr klein sind und an ihrer Wurzel ein Erdballen verbleibt, damit sie den Umzug heil überstehen und nicht austrocknen. Der Boden am neuen Platz sollte gelockert und nach dem Umpflanzen an der Wurzel gut angedrückt werden. Manchmal ist es gar nicht möglich, die Pflanzen voneinander zu trennen, da sie so dicht nebeneinander stehen. Dann sollten sie gemeinsam ausgegraben und versetzt werden. Nach dem Verpflanzen müssen sie gut gewässert werden. Das Verziehen sollte am besten nur an bewölkten Tagen (oder noch besser vor angekündigtem Regen) stattfinden, da sonst die Überlebens-Chancen für die verzogenen Pflänzchen sehr gering sind.

07.06.05

Kopfsalat-Ernte

Kopfsalat ist erntereif, wenn sich der Kopf geschlossen hat (die Blätter stehen nicht mehr senkrecht in die Höhe sondern bilden eine Art Kugel) und schön rund und fest ist. Der Salat lässt sich natürlich auch schon vorher ernten, hat dann nur noch nicht so viel Blattmasse. Schmecken tut er aber mindestens genauso gut!!

Es gibt in fast jeder Parzelle auffallend kleine Salatpflanzen – das sind keine „Kümmerer“, sondern sie wurden von uns zu einem späteren Zeitpunkt nachgepflanzt. Da es im April so nass und kalt war, sind viele Pflanzen einfach abgefault.

Zur Ernte schneidet man den Salat am besten unterhalb des Kopfes ab. Legt man ihn zu Hause einmal kurz (!) ins Wasser, so lösen sich die evtl. unter den Blättern sitzenden kleinen Schnecken von ihren „Sitzplätzen“ und müssen nicht einzeln herausgesammelt werden.

In den nächsten Tagen bieten wir Salat-Setzlinge zum Nachpflanzen (0,20 €/Pflanze) an. Sie werden neben der Gerätekiste stehen. Wir geben Bescheid, sobald die neuen Pflanzen da sind.

Sandflecken in Kürbis- und Zucchini-Reihen

Dort, wo Kürbis- bzw. Zucchini-Pflanzen eingegangen sind oder etwas kümmerlich aussahen, haben wir nachgesät. Markiert sind die Stellen wie immer mit Sand. Da wir jeweils 2 Körner im Abstand von 15 cm nachgesät haben, müssen (wenn beide keimen) die jungen Pflänzchen später auseinander gepflanzt werden. Sie sollten mind. 60 cm Abstand zueinander haben.

In den letzten Parzellen von Block 2 sind uns die Kürbis-Pflanzen ausgegangen, dort haben wir in der vergangenen Woche ebenfalls gesät.

01.06.05

Mulchmaterialien

Als Mulchmaterial eignet sich nicht nur Rasenschnitt, sondern auch Stroh, Laub (es sollte trocken und von ungespritzten Bäumen sein) und Erntereste (z. B. die Blätter von Radieschen, Kohlrabi und Roter Bete sowie die Reste von Salat, Mangold, Spinat usw.). Alles sollte locker in einer wenige cm dicken Schicht gestreut werden, die unbedingt noch luftdurchlässig sein muss (es darf nicht zu Fäulnis kommen). Die unterste Lage des Mulchmaterials verrottet (dank der angelockten Regnwürmer und Mikroorganismen) ständig, wodurch wertvolle Nährstoffe entstehen. Dieses Verfahren bezeichnet man auch als „Flächenkompostierung“ – anstelle die organischen Abfälle auf einem Haufen zu stapeln, werden sie auf der Fläche verteilt und dort direkt kompostiert.

Wer genug Mulch zu Verfügung hat, kann praktisch seine komplette Parzelle mulchen. Es sollte allerdings genug Abstand zu den mit Sand markierten Saatrillen gehalten werden.

Achtung: Sellerie bildet keine Knollen, wenn unmittelbar an dessen Fuß gemulcht wird – deshalb einen kleinen Ring rund um die einzelnen Sellerie-Pflanzen frei lassen!

Sobald Kulturen wie beispielsweise Spinat, Mangold und Kartoffeln ausreichend Blätter gebildet haben, so dass sie den Boden beschatten, braucht dort nicht mehr gemulcht zu werden.

Gurke

Die Gurke ist ein tropisches Gemüse und braucht deshalb Feuchtigkeit und Wärme, um gut zu gedeihen. Um die Feuchtigkeit im Boden zu halten, ist eine Mulchschicht für sie besonders wichtig!

Damit die Pflanzen möglichst viele Seiten-Ranken (und damit mehr Früchte) ausbilden, sollten ihre Spitzen nach dem 3. oder 5. Blatt abgeknipst werden. Danach bilden sich in den Blattachsen neue Triebe, die sich zu langen Ranken entwickeln.

Es macht Sinn, auch der Gurke eine Rankhilfe zu bieten, was allerdings aufgrund des später großen Gewichtes der Pflanze samt Früchten nicht ganz so einfach ist. Momentan überlegen wir noch, ob wir evtl. einen langen Stütz-Draht durch alle Reihen hindurch ziehen oder ob wir die Pflanzen kriechen lassen und später einfach jeder eine Handvoll Stroh unter die Früchte legt, damit die Gurken trocken und sauber bleiben. Achtung: Ein einfacher Stock wie bei den Tomaten reicht nicht aus – wenn die Last zu groß wir, fällt er um und die Pflanze kann abreißen!

Erbsen wollen hoch hinaus!

Jede Parzelle hat drei Reihen Erbsen: Eine Reihe Zuckererbsen (links neben den Kartoffeln) und zwei Reihen Markerbsen. In fast allen Blöcken (bis auf Block 1 und 2, dort mussten wir die Markerbsen noch einmal neu aussäen) sind die Erbsen nun handhoch und können angehäufelt werden. Am besten geht das mit dem Rechen; einfach ein wenig lockere Erde von beiden Seiten vorsichtig an die Erbsen-Reihe heranziehen. Nicht hoch häufeln, es reicht ein kleiner Damm, der den Pflanzen Stabilität gibt.

Die Pflanzen haben schon deutlich zu sehende Ranken ausgebildet, die sie nun suchend um sich strecken. Es ist sinnvoll, den Erbsen eine Rankhilfe anzubieten, an der sie sich festhalten und in die Höhe klettern können. Hierzu eignen sich verzweigte Reiser oder Stöcke, die man in Abständen vor den Pflanzen in den Boden steckt. Nicht jede Erbse braucht einen eigenen Stock; die Pflanzen finden auch aneinander Halt. Ein Stück Kaninchendraht, der an beiden Enden mit Stöcken befestigt wird, ist ebenfalls eine gute Rankhilfe. Man kann auch entlang der Reihe zwischen zwei Stöcken ein paar Schnüre oder Drähte spannen. Die Rankhilfen sollte etwa 40 cm aus dem Boden gucken.

Noch ist es möglich, die Fehlstellen in den Reihen zu füllen (Saatgut + Anleitung sind in der Gerätekiste). Die frisch gesäten Erbsen sollten allerdings nicht gehäufelt werden!

Dem Kohl die Füße bedecken

Rotkohl, Weißkohl und Brokkoli haben wir relativ flach gepflanzt. Beim Gießen wurden nun tw. die Wurzelballen freigeschwemmt. Deshalb sollten die drei genannten Kohlarten leicht mit dem Rechen angehäufelt werden (aber nicht zu stark!).

Innerhalb der nächsten Tage werden wir diese drei Reihen mit einer Mischung aus Hornmehl und Hornspänen düngen. Das Mehl zersetzt sich schneller und stellt dem Kohl die Nährstoffe entsprechend früher zu Verfügung als die Späne. Die Hornspäne wirken erst in etwa sechs Wochen, dafür aber umso länger. Der Dünger sollte wieder flach mit der Hacke oder dem Rechen in den Boden eingearbeitet werden.

27.05.05

Dringend!

Momentan ist es so heiß, dass die folgenden Kulturen unbedingt gegossen werden müssen (falls nicht am Donnerstag schon passiert):
- Tomaten
- Gurken
- Kürbis
- Zucchini
- Sellerie
- Brokkoli
- Rotkohl
- Weißkohl

Am besten sollte das Gießen am späten Nachmittag bzw. abends geschehen. Weitere Hinweise zum Thema Gießen gibt’s auch ein bisschen weiter unten.

Eine Mulchschicht (siehe unten) hilft, den Boden über mehrere Tage feucht zu halten, damit nicht so oft gegossen werden muss! Wer also Rasenschnitt bekommen kann oder sogar selber zu Verfügung hat – bitte mitbringen und neben die Gerätekisten schütten oder in die grünen Körbe füllen

Wichtig: Bitte in keinem Fall die Kartoffeln gießen – die haben das überhaupt nicht nötig!! Ebenso wenig die frisch gesäten Kulturen: Die Samen „ruhen“ in der Erde und warten auf den Regen, bevor sie überhaupt anfangen zu keimen!

Da unser Wasserverbrauch momentan bei mehr als 500 Liter täglich liegt, bitten wir alle, sich an diese „Gieß-Regeln“ zu halten. Danke!!

Erste Ernte!!

In einigen Parzellen können schon die ersten Radieschen geerntet werden!! Man zieht einfach regelmäßig die dicksten heraus, so dass sich auch die enger stehenden, kleinen Pflanzen entwickeln können. Wenn dann nach und nach die ganze Reihe abgeerntet ist, kann man dort wieder neu Radieschen aussäen (Samen von 2 verschiedenen Sorten und eine Sä-Anleitung gibt’s in der Gerätekiste).

25.05.05

Säen & Pflanzen

Bei Erbsen, Bohnen und Spinat gibt es noch die ein oder andere Fehlstelle zu füllen. Zum Nachsäen in diesen Lücken kann sich natürlich jeder soviel Saatgut wie nötig nehmen!!

In jeder Parzelle gibt es zwei „Wunsch-Reihen“, die jeder nach eigenem Gutdünken ausstatten kann. Es sind noch jede Menge Jungpflanzen aller Sorten übrig, die neben der Gerätekiste stehen (Sellerie, Salat und alle Kohlarten 20 Cent/Pflanze; Tomaten und Gurken 50 Cent/Pflanze – für die Tomaten hängt eine ausführliche Pflanzanleitung in der Kiste!!).

In der Gerätekiste befinden sich auch Schraubgläser mit verschiedenen Samen – allerdings nur von den Kulturen, die wir sowieso im Programm haben. Der Preis pro Löffel steht immer dabei. Alles, was darüber hinaus geht, muss selbst gekauft werden – wenn möglich in Öko-Qualität (ist völlig klar, geht natürlich nicht immer).

Zum Säen muss die Erde schön krümelig sein. In den Schraubgläsern mit den verschiedenen Samen stehen die nötigen Saatabstände und –tiefen. Abschließend sollte auf die leicht angedrückte Erde noch Sand gestreut werden, da den Keimlingen so der Durchbruch zur Sonne erleichtert wird!

Gießen

Wenn es so heiß ist wie momentan, ist es wichtig, die folgenden Kulturen zu gießen:

- Tomaten
- Kürbis (ist noch nicht überall gepflanzt)
- Gurken
- Zucchini

Auch frisch gesetzte Pflanzen sollten unbedingt angegossen werden!

In den zuletzt gesäten Reihen sind die ersten winzigen Keimlinge zu sehen (Mangold, Rote Bete, Pflücksalat). Um ihnen den „Durchbruch“ durch den knochentrockenen Boden zu erleichtern, ist es hilfreich, sie einmal kurz mit der Gießkanne (mit Aufsatz) zu „duschen“, so dass die oberste Bodenschicht etwas angefeuchtet wird.

Die Reihen, in denen noch nichts zu sehen ist, brauchen nicht gegossen zu werden!! Ebenso wenig die Kartoffeln!! Die gesäten Kulturen brauchen nur in längeren Trockenphasen Wasser, da sie Wurzeln haben, die lang genug sind, um noch in tiefere Bodenschichten vorzudringen.

Auch wenn der Boden oben hart wie Beton ist, so ist er 10 bis 15 cm tiefer noch feucht (lässt sich durch Buddeln schnell überprüfen). Wir bitten alle, nicht mehr als nötig zu gießen, damit die Wasserkosten nicht in utopische Höhen steigen...

Mulchen – Balsam für den Boden!!

Mulchen ist eine optimale Maßnahme, die Arbeit für Gießen und Unkrauthacken zu verringern und dem Boden einen großen Gefallen zu tun... Dazu wird eine Schicht Rasenschnitt auf dem Boden verteilt: Sie schützt die Erde auch bei starker Sonneneinstrahlung vor dem Austrocknen und bei Regen vor Verschlämmung. Die Erde bleibt unter der Mulchschicht locker, krümelig und feucht. Auch Regenwürmer fühlen sich besonders wohl darunter und werden vom Mulch angezogen! Samen-Unkräuter haben hingegen Schwierigkeiten, hindurchzudringen.

Wichtig ist, dass die Mulchschicht nicht zu dick (sonst kann es zu Fäulnis kommen) und nicht zu dünn (der Boden sollte darunter nicht sichtbar sein) ausgebracht wird. Am besten ist es, die Erde um die Pflanzen vor dem Mulchen zu lockern und wenn nötig etwas zu gießen. Die Schicht muss alle paar Wochen erneuert werden, da sie nach und nach verrottet.

Es ist sinnvoll, besonders solche Pflanzen zu mulchen, die nicht genügend Blattmasse haben, um den Boden in ihrer Nähe zu beschatten. Dazu gehören z.B. Tomaten sowie alle Kohlarten und in ihrem jetzigen Wachstumsstadium auch Gurken, Zucchini und Kürbis. Wir bitten allerdings darum, die Reihen mit Weißkohl, Rotkohl und Brokkoli noch nicht zu mulchen, da wir sie noch düngen werden. Achtung: Sellerie nicht direkt an ihrem „Fuß“ mulchen – dadurch kann die Knollenbildung verhindert werden! Immer einen kleinen Ring um die Sellerie-Pflanze herum frei lassen.

Dank einer solchen Bodenbedeckung muss deutlich weniger gegossen werden: Zum Testen einfach an einer Stelle das Mulchmaterial anheben und mit den Fingern den Boden auflockern. So lässt sich leicht feststellen, ob die Erde feucht ist oder ob die Pflanzen Wasser brauchen!

Wer keinen Rasenschnitt von zu Hause zu Verfügung hat, kann den nutzen, der von den Anwohnern über den Zaun geworfen wird (tw. auch in blauen Säcken bzw. umgefüllt in grünen Körben). Zusammengepappte, faulige Brocken sollten allerdings keine Verwendung finden!

22.05.05

Tomatenstützen

Wir haben zwei verschiedene Tomatensorten gepflanzt: Eine hoch wachsende, rote Cocktail-Tomate und eine buschige, gelbe Wild-Tomate. Die rote Sorte lässt sich daran erkennen, dass wir neben die Pflanze jeweils einen Bambusstab gesteckt haben. Daran müssen die Pflanzen mit Bindedraht (liegt in der Gerätekiste) festgebunden werden. Innerhalb der nächsten Woche sollte der Stab jedoch gegen einen richtigen Tomaten-Stock (es gibt vorgefertigte, gedrehte Stäbe zu kaufen oder alternativ einfach eine stabile Holzlatte) ausgetauscht werden. Das Hochbinden der Pflanzen sollte möglichst bald erfolgen!! Bei der gelben Sorte ist diese Maßnahme nicht nötig.

Es sind noch jede Menge Tomaten-Pflanzen übrig – sie stehen hinter bzw. neben der Gerätekiste. Eine Pflanzanleitung ist an der Innenseite des Kistendeckels zu finden...

20.05.05

Grundsätzliches

Alles, was hier nur schriftlich erklärt ist, kann man sich in der „Musterparzelle“ (Parz. Nr. 1) in der Praxis ansehen!!

Gartengeräte, Gießkannen, Unkraut- / Erntekörbe und einen kleiner Eimer zum Sand streuen gibt’s in der Gerätekiste.

Das Unkraut einfach umhacken und auf dem Boden liegen lassen, da freuen sich die Regenwürmer und nehmen die getrockneten Pflanzenteile mit in ihre Gänge. Alles, was große Wurzeln hat, sollte aber besser auf den Kompost (rechts vom Wasserfass), damit es nicht wieder anwächst!

Saatgut befindet sich in Schraubgläsern in der Gerätekiste – bitte immer gut zudrehen und nicht feucht werden lassen! Zum Nachsäen in den Lücken kann sich jeder so viel wie nötig nehmen. Später, wenn in den Wunschreihen oder den abgeernteten Reihen gesät wird, würden wir uns freuen, wenn wir „Teelöffel-Weise“ abrechnen könnten....d.h. wir schreiben auf die verschiedenen Schraubgläser, was ein Teelöffel kostet und stellen eine kleine Dose in die Gerätekiste. Wenn der Saatgutkauf so über uns läuft, ist es aufgrund der größeren Mengen in jedem Fall für alle günstiger, als sich in kleinen Tütchen die Samen selbst zu kaufen.

Übrige Jungpflanzen stehen auf bzw. neben der Gerätekiste. Für die verschiedenen Kohlsorten, Fenchel, Salat und Sellerie hätten wir gerne 0,20 € pro Pflanze und für die Tomaten und Gurken 0,50 €. Am Abend sollten die Pflanzen in jedem Fall wieder mit dem Netz abgedeckt werden, denn sonst freuen sich am nächsten Morgen die Tauben!! Die Pflanzabstände betragen 30 cm. Die Pflänzchen ebenerdig pflanzen, in keinem Fall tiefer! Bei Salat und Sellerie sollte das Erd-Töpfchen sogar ein bisschen aus der Erde heraus schauen. Wichtig: Die Erde am Wurzelballen gut andrücken und danach angießen.

Anfang Juni und Anfang Juli gibt es jeweils Nachpflanz-Termine, zu denen wir Salat- und Kohlrabi-Pflanzen für alle bestellt haben.

Grenzpfade

Um eine Grenze zwischen der eigenen und der Nachbarparzelle zu ziehen, kann sich (wer möchte) einen kleinen „Grenzpfad“ anlegen oder einfach eine Schnur spannen. Um die Parzellenunterteilungen besser hervorzuheben, haben wir alle paar Meter Bambusstäbe in den Boden gesteckt.

Wichtig: Mit dem Spannen von Schnüren bitte noch warten, bis wir fertig gesät haben!!

Vogelschutz

Die Tauben und der Kohl.

Zum Schutz der Kohlpflanzen vor den gefräßigen Tauben ist es sinnvoll. die Pflanzen abzudecken. Vogelschutznetze gibt es bei Raiffeisen, im Baumarkt oder bei „Samen Gräf“ in Rondorf. Für eine ganze Parzelle braucht man etwa 4 x 4 Meter, für eine halbe etwa 2 x 4 Meter. In jeder Parzelle stehen 5 Reihen Kohl (Rotkohl, Weißkohl, Brokkoli, Kohlrabi + Salat und Kohlrabi + Wirsing), die z.Z. aber noch nicht vollständig gepflanzt sind. Das Netz schneidet man einfach in fünf breite Streifen, mit denen sich die einzelnen Reihen sehr gut abdecken lassen. Als Befestigung dienen ein paar Steine, eine Handvoll Erde oder Zelt-Heringe. Das fertige "Bauwerk" lässt sich in Block 4 bewundern!

Wir haben gerade fehlende Jungpflanzen nachgepflanzt, sollten dennoch irgendwo Lücken sein, einfach Bescheid geben!

Einige Kohlreihen werden jetzt gedüngt – wir streuen Hornmehl oder Hornspäne bzw. eine Mischung aus beidem gezielt zwischen den Pflanzen aus, das dann mit der Hacke einfach eingearbeitet werden kann. Idealer Weise sieht der Arbeitsablauf folgendermaßen aus: Erst hacken (dabei den Boden lockern, den Dünger einarbeiten und das Unkraut umhacken) und dann das Netz ausbreiten.

Spinat, Kartoffeln, Bohnen

Das gibt’s zu tun:

Zwischen allen Pflanzen kann jetzt gehackt werden, d.h. der Boden wird gelockert und das Unkraut umgehackt. Alle Pflanzen sind inzwischen gut zu sehen – bis auf die 2 Reihen Möhren (jeweils neben den Steckzwiebeln), die sind bisher kaum zu erkennen. Alle frisch gesäten Reihen sind mit Sand gekennzeichnet.

- Kartoffeln häufeln:

In den Blöcken 1,2,3 und 5 ist die erste Kartoffelreihe („Salomé“) hoch genug, um gehäufelt zu werden. Dazu lockert man die Erde mit dem Spaten links und rechts der Kartoffelreihe grob vor (Vorsicht, nicht zu nah an die Pflanzen stechen, die Knolle darf nicht beschädigt werden!) und schaufelt sie dann an die Pflanzen heran, so dass eine Art Damm entsteht. Ruhig so hoch häufeln, dass nur noch die Spitzen der Pflanzen heraus gucken!

- Spinat hacken und nachsäen:

Der Spinat ist aufgrund der bisher feuchten und kalten Witterung nur ganz spärlich gekeimt und tw. nicht leicht zu finden. Am besten erstmal bei der Musterparzelle gucken gehen, da sind die Pflänzchen schon zu sehen! Zwischen den Pflanzen muss das Unkraut weggehackt und die Erde gelockert werden. Dann kann mit dem Nachsäen begonnen werden: In der gelockerten, schön krümeligen Erde eine Rille ziehen, etwa alle 8 cm ein Samenkorn hineinlegen und dann mit etwa 1-2 cm Erde bedecken und andrücken. Oben drauf etwa 0,5 bis 1 cm Sand streuen, das verbessert den Saataufgang deutlich! Dann ist ein wenig Geduld nötig, denn Spinat lässt ein Weilchen auf sich warten.

- Bohnen

In regelmäßigen Abständen sollten 4 bis 6 Bohnenpflanzen stehen. Dort, wo nur ein oder zwei Pflänzchen gekeimt sind oder die Bohnen ganz fehlen, kann nachgesät werden: In einem kleinen Kreis 4 - 6 Bohnen ca. 2 cm tief in die Erde stecken und mit 0,5 bis 1 cm Sand bestreuen. (Auf die Sorten achten, es gibt gelbe u. grüne!)