Pflege- u. Erntekalender

Der Pflege- und Ernte-Kalender ist so angelegt, dass jeweils die aktuellsten Informationen an oberster Stelle stehen.
Natürlich gibt es zwischen den verschiedenen gartenglück-Standorten durch Begebenheiten wie Witterung, Bodenbeschaffenheit und dem Anbauzeitpunkt Unterschiede bei der Abreife der verschiedenen Gemüsekulturen.
Deshalb sollte jeder prüfen, ob die beschriebenen Anzeichen der Erntereife des jeweiligen Gemüses auf der eigenen Parzelle schon zutreffen!
Hier gehts zum Pflege- und Ernte-Archiv 2011
Aktuell erntereif:

Hokkaido
Geerntet werden können die Kürbisse, sobald sie eine tieforange Färbung haben (oder bei der grünen Variante entsprechend dunkelgrün). Richtig gut lagerfähig sind sie allerdings erst dann, wenn der Stiel (unmittelbar am Kürbis) eintrocknet.
Erziehungs-Tipps für Kürbisse
Die Ranken der Kürbisse werden irgendwann so Platz einnehmend, dass sie alle anderen Kulturen bedrängen! Deshalb sollte man sie umleiten: Dazu nimmt man die Spitzen der Triebe und legt sie einfach auf der Fläche in einen großzügigen Kreis, die für den Kürbis bestimmt ist.

Zucchini-Ernte
Wie die meisten schon festgestellt haben, sollten die Pflanzen regelmäßig auf neue Früchte abgesucht werden. Denn die rechtzeitige Ernte ist empfehlenswert - die Früchte kennen in ihrem Größenwachstum kein Halten und können (bei guter Wasserversorgung) auch ohne weiteres den Umfang einer gut trainierten Marathonläufer-Wade annehmen! Auch dann lassen sich die Zucchini noch wunderbar essen, sollten vor dem Verzehr aber geschält und von den Kernen befreit werden. Ein köstliches Rezept zur Verarbeitung solcher „Keulen“ zu Kuchen findet sich auf unserer Homepage unter Rezepte / Zucchini.

Brokkoli-Ernte
Der essbare Teil des Brokkoli sind nichts anderes als die zahlreichen, winzigen Knospen, die dicht nebeneinander wachsen. Sie bilden sich im Herz der Pflanze und sind jetzt schon gut zu sehen. Brokkoli wird dann geerntet, wenn die Blüte schön groß und noch sattgrün bzw. violett (je nach Sorte) ist. In den letzten Tagen muss man sie gut im Auge behalten, da die Knospen ganz plötzlich in voller Pracht erblühen können!
Bei der Ernte ist zu beachten, dass nicht die ganze Kohlpflanze sondern lediglich die Blüte abgeschnitten wird. Denn daraufhin bilden sich viele neue Blüten, die allerdings alle kleiner als die erste sind. Auf diese Weise kann der Brokkoli auch bis in den Herbst hinein beerntet werden!
Der meiste Brokkoli wird relativ zeitgleich erntereif. Doch sollte man angesichts der Menge nicht zögern, sondern ihn gleich abernten – Brokkoli lässt sich sehr gut einfrieren! Weitere Broccolie-Rezepte finden Sie hier.

Mangold-Ernte
Es werden immer die äußeren Blätter der Pflanzen möglichst nah am Boden abgeschnitten, die dann regelmäßig (bis in den Herbst hinein) nachwachsen. Das Herz muss also unbedingt stehen bleiben!

Gurken-Ernte
Gurken können bei ausreichender Wasserversorgung in beachtlichem Tempo Früchte produzieren! Diese sollten allerdings nicht zu lange an der Pflanze bleiben (bis etwa 20 cm Länge), da sie sonst zu groß werden und nur noch geschält verzehrt werden können. In jungem Stadium schmecken die Gurken auch mit Schale köstlich! Sie sollten nur vorsichtig von der Pflanze abgeschnitten und nicht abgedreht werden, da andernfalls die Ranken zerreißen können. Die Ranken der Gurken müssen möglicher Weise geleitet werden, da sie andere Kulturen bedrängen können! (siehe Erziehungs-Tipps für Kürbis)

Basilikum-Ernte
Basilikum schneidet man etwa 10-15 cm über dem Boden “radikal” ab. Er treibt immer wieder neu aus und kann so mehrmals im Jahr beerntet werden. Wenn er Blütenansätze ausbildet, lassen sie sich einfach herausknipsen. Stehen die Pflanzen allerdings einmal richtig in Blüte, so ist es besser sie wie beschrieben abzuschneiden und zu kompostieren, um dann auf die nächste Ernte zu warten.
Tipps zur Verarbeitung von Basilikum zum Beispiel zu Pesto finden Sie hier.
Möhren-Ernte
Je nach Größe und Geschmack können die frühen Möhren nach und nach geerntet werden! (Achtung, ab einer gewissen Größe fangen sie an zu platzen)
Ganz wichtig: Mit der Ernte der späten Möhre aber unbedingt noch warten, auch wenn sie schon sehr groß sind! Der tolle Geschmack entwickelt sich erst im frühen Herbst.
Physalis
Die kleinen Lampions der Ananskirsche sind dann reif, wenn sie vertrocknet auf dem Boden liegen – sie müssen einfach nur eingesammelt werden.
Ananaskirschen gehören nicht zum "Standard-Programm" - wer sie nicht selber gepflanzt hat, kann leider auch keine ernten...
Erbsen-Abernte
Sind die Erbsenpflanzen irgendwann abgeerntet, so schneidet man sie am besten direkt über dem Boden ab und lässt die Wurzeln im Boden. Erbsen sind Stickstoffsammler (über sogenannte Knöllchen an den Wurzeln) und deshalb wäre es schade, diesen Natur-Dünger zu verschenken! Am besten pflanzt man nach den Erbsen eine starkzehrende Kultur wie z.B. Kohl.
Zwiebeln
Die großen Speisezwiebeln lassen sich zwar vereinzelt schon ernten, sind aber noch nicht lagerfähig! Erst wenn der sogenannte „Schlottenknick“ stattgefunden hat, d.h. das Grün abknickt und vertrocknet, Für die Lagerung ist es wichtig, dass die Zwiebeln gut getrocknet sind (d.h. evtl. äußerste Schale abblättern und zu Hause ausgebreitet trocknen lassen).
Erbsen-Ernte
Zuckererbsen werden dann geerntet, wenn die Schoten noch recht flach und zart sind, aber sich die innen liegenden Erbsen schon leicht nach außen abzeichnen. Am besten einfach ausprobieren, in welchem Zustand die Schoten am leckersten sind!
Bei der Markerbse (die Doppelreihe) werden die Schoten dann gepflückt, wenn sie dick und die darin liegenden Erbsen schön rund sind. Nachdem man die Spitze der Schote abgebrochen und den Faden an der Seite herunter gezogen hat, kann man die Schote mit den Fingernägeln öffnen und die Erbsen heraus streifen. Aber auch hier ist wichtig, dass die Schoten nicht zu dick werden, sonst verlieren die Erbsen ihren zarten süßlichen Geschmack! Beide Erbsentypen lassen sich wunderbar roh verzehren.
Spitzkohl-Ernte
Wenn der Spitzkohl die gewünschte Größe erreicht hat und sich schön fest anfühlt, kann man ihn einfach aus dem Boden ziehen. Achtung: Wer zu lange wartet, wir irgendwann geplatzte oder sogar regelrecht explodierte Köpfe vorfinden!
Bohnen-Ernte
Auf den Parzellen wachsen zwei verschiedene Sorten Buschbohnen: Eine gelbe und eine grüne Variante. Beide sind dann erntereif, wenn die Bohnen schön lang und rund sind. Sie sollten allerdings spätestens dann geerntet werden, wenn sich die einzelnen Körner durch die Schote hindurch deutlich abzeichnen. Lässt man sie zu lange hängen, sind sie nach dem Kochen nicht mehr so zart. Bei der Ernte die Schoten am besten mit den Fingernägeln abknipsen. Nicht einfach abreißen, denn dabei kann es schnell passieren, dass die komplette Pflanze entwurzelt wird. Buschbohnen werden mit der Schote gekocht und gegessen. Die Bohnen-Ernte zieht sich über viele Wochen lang hin; durch regelmäßiges Abernten der reifen Schoten wird die Pflanze angeregt, immer wieder neue Bohnen zu produzieren.
Achtung: Rohe Bohnen sind giftig!

