Pflege- u. Erntekalender Weiden

01/01/70

Basilikum-Ernte

Basilikum schneidet man etwa 10-15 cm über dem Boden “radikal” ab. Er treibt immer wieder neu aus und kann so mehrmals im Jahr beerntet werden. Sind schon Blütenansätze ausgebildet, so lassen sie sich einfach herausknipsen. Stehen die Pflanzen allerdings einmal richtig in Blüte, so ist es besser sie wie beschrieben abzuschneiden und zu kompostieren, um dann auf die nächste Ernte zu warten.

Zwiebel-Ernte

Bevor die Zwiebeln in größerer Menge geerntete werden können, sollte der sogenannte “Schlottenknick” stattgefunden haben: Das Grün (die Schlotten) knicken um und liegen auf dem Boden. Stehen die Schlotten aufrecht, sollte man mit der Ernte lieber noch warten, da die Zwiebeln in diesem Stadium noch nicht lagerfähig sind. Bei der Ernte verfährt man am besten folgendermaßen: Bei gutem Wetter die Zwiebeln herausziehen, auf dem Boden liegend trocknen lassen und dann trocken lagern! Am schönsten sehen geflochtene Zwiebelzöpfe aus, die man irgendwo aufhängen und nach Bedarf verbrauchen kann.

Kürbis-Triebe kappen

Wenn die Kürbispflanzen ausreichend Fruchtansätze gebildet haben sollten die Triebspitzen gekappt werden, damit die Pflanzen ihre Kraft nicht in immer weitere Fruchtansätze stecken sondern in das Wachstum der bereits vorhandenen Kürbisse. Andernfalls besteht die letzte Ernte möglicherweise aus zahlreichen Mini-Kürbissen!

Düngung von Zuckermais und Lauch

Zuckermais und Lauch sollten jetzt eine Düngung mit Hornspänen erhalten: Im Gerätehäuschen stehen ein Sack Hornspäne und einige Blumentöpfe. Ein voller Blumentopf reicht für 7 Maispflanzen oder für 15 Lauchpflanzen. Der Dünger sollte auf den Boden gestreut und mit einer Hacke vorsichtig in die oberen Bodenschichten eingearbeitet werden. Bei dieser Gelegenheit ist es gut, den Mais etwas anzuhäufeln, damit er stabiler steht und zusätzliche Wurzeln ausbilden kann.

01/01/70

Kürbis-Ernte

Der Hokkaido-Kürbis bekommt eine tief-orange Färbung wenn er wirklich reif (und damit auch lagerfähig) ist. Er kann auch vorher schon geerntet werden, lässt sich dann allerdings nicht lagern und muss stattdessen innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Hokkaidos lassen sich im übrigen wunderbar mit Schale essen!

Parzellen-Sommerschluss-Vergabe

Wie viele ja schon wissen, machen wir auch dieses Jahr wieder eine „Parzellen-Sommerschlussvergabe“: Wer mag, kann eine der „Wildwuchs-Parzellen“ zum halben Preis (oder noch weniger) übernehmen – abhängig davon, wieviel dort noch zu ernten ist. Bei Interesse bitte bei uns melden! Dieses Angebot gilt für gartenglück-ler wie auch für Neulinge.

Wasser, Saatgut & Geräte

An dieser Stelle noch einmal die ausdrückliche Bitte, mit dem Wasser sparsam umzugehen (siehe Aushang „Tipps zum Wassersparen auf dem Feld“)! Immer wieder wird uns berichtet, dass Kinder mit dem Wasser spielen (d.h. Gräben ziehen und sie mit Wasser füllen) – aus eigener Erfahrung wissen wir selber, dass Wasser (besonders in Verbindung mit Erde) eine große Faszination auf Kinder ausübt. Trotzdem bitten wir alle Eltern, dem Matschbedürfnis ihrer Kinder Einhalt zu gebieten, da der Wasserverbrauch dafür inzwischen nicht mehr vertretbare Ausmaße angenommen hat. Selbst in Dauerregen-Zeiten liegt der Wasserverbrauch bei über 1000 Litern wöchentlich!! Das bedeutet für uns zusätzliche Arbeit und Kosten. Leider müssen wir das Wasserfass jetzt zur Tabuzone für Kinder erklären.

Ein anderer Punkt ist der sorgsame Umgang mit dem Saatgut, das wir in der Hütte bereitstellen. Immer wieder sind Gläser kaputt (und die Samen verschüttet?) bzw. fehlen ganz, weil sie zum Sammeln von Kartoffelkäfern eingesetzt werden! Das ist für uns ziemlich enttäuschend, da das Bio-Saatgut teuer ist und wir es zum Einkaufspreis weitergeben, ohne daran etwas zu verdienen. Die gesamten Verluste gehen also auf unsere Rechnung. Es sollte selbstverständlich sein, dass auch leere Gläser in der Hütte bleiben (und nicht anderweitig eingesetzt werden), damit wir sie wieder auffüllen können.

Einige engagierte gartenglück-ler haben es sich zur Aufgabe gemacht, regelmäßig in der Hütte aufzuräumen. Besonders nach plötzlichen Regenfällen scheint es die Regel zu sein, Gartengeräte einfach auf den Boden der Hütte zu legen und zum Auto zu flitzen – dabei wäre es doch kein Problem, die Geräte noch wegzuräumen...schließlich regnet es in der Hütte ja nicht...  Danke!!

01/01/70

Bohnen-Ernte

Auf den Parzellen wachsen zwei verschiedene Sorten Buschbohnen: Eine gelbe und eine grüne Variante. Beide sind dann erntereif, wenn die Bohnen schön lang und rund sind. Sie sollten allerdings spätestens dann geerntet werden, wenn sich die einzelnen Körner durch die Schote hindurch deutlich abzeichnen. Lässt man sie zu lange hängen, sind sie nach dem Kochen nicht mehr so zart. Bei der Ernte die Schoten am besten mit den Fingernägeln abknipsen. Nicht einfach abreißen, denn dabei kann es schnell passieren, dass die komplette Pflanze entwurzelt wird. Buschbohnen werden mit der Schote gekocht und gegessen. Die Bohnen-Ernte zieht sich über viele Wochen lang hin; durch regelmäßiges Abernten der reifen Schoten wird die Pflanze angeregt, immer wieder neue Bohnen zu produzieren.

Achtung: Rohe Bohnen sind giftig!

Lauchzwiebel-Ernte

Die Lauchzwiebeln können nun nach und nach abgerntet werden solange die Schlotten (das Grün) noch schön saftig und frisch sind. Die großen Speisezwiebeln werden erst dann geerntet, wenn die Schlotten umknicken und verwelken.

01/01/70

Dicke Bohnen-Ernte

Wenn die Dicken Bohnen schöne große Schoten haben und darin die fertig ausgebildeten Bohnen zu sehen sind (einfach mal probeweise welche öffnen), sind sie erntereif! Am unteren Teil der Pflanzen reifen sie früher als oben.

Paprika-Ernte

Die Paprika, die es bei uns gab, bilden lange schmale Früchte, die sich erst hellgrün und später rot färben. Wann sie erntereif sind entscheidet also der eigene Geschmack!

Tomaten-Ernte

(vorausgesetzt, man kann sich zu den glücklichen Erntern zählen...)

Sobald die Früchte kräftig gelb sind, können sie geerntet werden! Die Tomaten aus dem “Standardprogramm” sind alle gelb. Bei uns zu kaufen gab es dagegen auch rote. Wenn Tomaten noch nicht ganz ausgereift sind (also noch grüne Stellen haben), kann man sie auch zu Hause nachreifen lassen.

01/01/70

Kartoffeln

Es kann losgehen – die ersten Kartoffeln können ausgegraben werden!! Die innerste Reihe (eine sehr frühe Sorte), deren Kraut nun tw. anfängt zu welken, ist erntereif.

Am besten geht das Buddeln mit einer Grabegabel: Von der Seite sticht man möglichst tief in den Damm und schüttet die Erde samt Kartoffeln daneben. So lassen sich die Kartoffeln leicht aus dem Loch und der ausgehobenen Erde heraus sammeln. Wichtig ist, dass die Kartoffeln häufig nicht nur unmittelbar unter der Pflanze zu finden sind und deshalb auch ein wenig rechts und links davon gegraben werden sollte.

An manchen Pflanzen hängt noch die Mutterknolle (sie ist meist ziemlich dunkel und etwas matschig); sie kann mit dem abgestorbenen Kraut auf dem Acker liegen bleiben. 

Nach der Ernte lässt man die Knollen für kurze Zeit ausgebreitet auf dem Boden liegen, damit die anhaftende Erde an der Sonne trocknen kann.

Pflege-Tipps

Nachdem sich nach der langen Regenperiode das Wetter nun endlich bessert, sollte die Erde mit einer Hacke aufgelockert und dann (sobald wieder vorhanden) eine Mulchschicht ausgebracht werden. Das Hacken ist jetzt sehr wichtig, da durch die lange Feuchtigkeit viele Nährstoffe fest im Boden gebunden sind und nur durch Sauerstoff-Zufuhr wieder freigegeben werden. Salate und Sellerie dürfen nicht gemulcht werden; alle anderen Pflanzen (ganz besonders Zucchini, Gurke, Tomate und Kürbis) sind allerdings sehr dankbar dafür!

Bei den Tomaten ist in vielen Fällen die Hoffnung noch nicht ganz verloren: Man sollte die Pflanzen einem Radikal-Schnitt unterziehen und dann abwarten, ob sie sich wieder erholen!

01/01/70

Spitzkohl-Ernte

Wenn der Spitzkohl die gewünschte Größe erreicht hat, kann man ihn einfach aus dem Boden ziehen. Etwa Mitte Juli bieten wir Pflänzchen zum Nachsetzen an!

Gurken- & Zucchini-Ernte

Beide Kulturen können bei ausreichender Wasserversorgung in beachtlichem Tempo Früchte produzieren! Diese sollten allerdings nicht zu lange an der Pflanze bleiben, da sie sonst extrem groß werden und nur noch geschält bzw. entkernt verzehrt werden können. Zucchini werden bei der Ernte abgedreht oder geschnitten; Gurken sollten nur vorsichtig abgeschnitten werden, da andernfalls die Ranken zerreißen können. Die Ranken von Gurke und Kürbis müssen bei ihrem sehr zügigen Wachstum gelenkt werden, da sie alle anderen Kulturen bedrängen!

Möhren-Ernte

Es lohnt sich, schonmal die Reihen der frühen Möhre zu kontrollieren – Einzelpflanzen sind manchmal schon erntereif! Sie schauen dann ein wenig oben aus dem Boden heraus. Zu eng stehende Pflanzen kann man durch die verfrühte Ernte einzelner Möhrchen vereinzeln, sodass die im Boden Verbleibenden noch schöne Wurzeln ausbilden können.

Die späte Möhre sollte nicht vor dem Spätsommer geerntet werden, (auch dann nicht, wenn schon schöne Wurzeln ausgebildet sind) da sie ihr köstliches Aroma erst zu dem genannten Zeitpunkt bekommt und vorher ziemlich fad schmeckt. Das Warten lohnt sich also sehr!

Dicke Bohnen-Ernte

Die Schoten sollte man erst dann ernten, wenn die darinliegenden Bohnenkerne die klassische Größe erreicht haben. Das kann noch ein bisschen dauern!

01/01/70

Erbsen-Ernte

Zuckererbsen werden dann geerntet, wenn die Schoten noch ganz flach und zart sind und sich die innenliegenden Erbsen nur ganz leicht nach aussen abzeichnen. Beim Pflücken vorsichtig vorgehen, sonst wird die Pflanze geschädigt! Bei der Markerbse (die Doppelreihe) werden die Schoten dann gepflückt, wenn sie dick und die darin liegenden Erbsen schön rund sind. Nachdem man die Spitze der Schote abgebrochen und den Faden an der Seite herunter gezogen hat, kann man die Schote mit den Fingernägeln öffnen und die Erbsen heraus streifen. Aber auch hier ist wichtig, dass die Schoten nicht zu dick werden, sonst verlieren die Erbsen ihren zarten süßlichen Geschmack!

Brokkoli-Ernte

Der essbare Teil des Brokkoli sind nichts anderes als die zahlreichen, winzigen Knospen, die dicht nebeneinander wachsen. Sie bilden sich im Herz der Pflanze und sind jetzt schon gut zu sehen. Brokkoli wird dann geerntet, wenn die Blüte schön groß und noch sattgrün bzw. violett (je nach Sorte) ist. In den letzten Tagen muss man sie gut im Auge behalten, da die Knospen ganz plötzlich in voller Pracht erblühen können!

Bei der Ernte ist zu beachten, dass nicht die ganze Kohlpflanze sondern lediglich die Blüte abgeschnitten wird. Denn daraufhin bilden sich viele neue Blüten, die allerdings alle kleiner als die Erste sind. Auf diese Weise kann Brokkoli auch bis in den Herbst hinein geerntet werden!

Der meiste Brokkoli wird innerhalb der einzelnen Parzellen relativ zeitgleich erntereif sein. Doch sollte man angesichts der Menge nicht zögern, sondern ihn gleich abernten – Brokkoli lässt sich sehr gut einfrieren!

Nachsaat Buschbohne und Basilikum

Die Buschbohnen sind an vielen Stellen von Hasen oder Kaninchen abgefressen worden. Am besten hilft bei einer Neu-Aussaat eine Vliesabdeckung. Bohnen werden in Horsten ausgesät; d.h. man legt etwa alle 30 cm vier bis sechs Bohnen in den Boden.

Basilikum ist ein Lichtkeimer. D.h., er wird nach der Aussaat nicht mit Erde bedeckt (höchstens hauchdünn bestreut). Kurz nachdem wir ihn mit der Maschine ausgesät hatten gab es den ersten heftigen Platzregen, der die Samen zum Teil weggeschwemmt und zum Teil in die Erde eingetragen hat. Deshalb ist der Aufgang eher dürftig. Da die Keimlinge aber sehr winzig sind, muss man genau gucken um ihn überhaupt zu finden! Bei den derzeitigen vielen Regenfällen und der etwas kühleren Temperatur macht das Nachsäen nicht viel Sinn, da Basilikum Wärme braucht. Deshalb stellen wir das Saatgut noch nicht bereit.

Aussaat von Pflücksalat, Petersilie, Radieschen, Ringelblume und Schöngesicht

Wir hatten vor, diese Reihen noch auszusäen – doch das Ganze gestaltet sich als ein ziemlich unmögliches Unterfangen, da viele die Reihen schon anderweitig belegt haben und wir diese Alternativ-Anpflanzungen dann gnadenlos unterfräsen müssten... Deshalb haben wir das Saatgut für diese Reihen nun ins Häuschen gestellt, so dass jeder (natürlich kostenlos) selbst säen kann.

Pflücksalat ist eigentlich eine sehr anspruchslose Kultur und es lässt sich dabei nicht viel falsch machen – bis auf die Tatsache, dass er es zum Keimen nicht zu warm haben möchte!! Im Idealfall wird er bei Temperaturen von unter 18 Grad gesät! Bitte unbedingt die Saatabstände beachten, da die Samen sehr teuer sind!

Die Blume Schöngesicht ist tw. sehr schlecht bis gar nicht aufgegangen. Für Schöngesicht ist es nun auch schon recht spät, deshalb bieten wir als Alternative Fuchsschwanzamaranth (siehe Häuschen) an.

Bei der Ausaat von Petersilie ist zu beachten, dass sie sehr empfindlich auf Verschlämmung reagiert. Der Boden muss deshalb locker-krümelig sein und darf nach der Ausaat nicht festgeklopft werden!

Aussaaten allgemein

Wir bitten alle, bei der Nutzung der von uns bereitgestellten Samen folgendes zu beachten:

Die angegebenen Saatabstände beachten! Das Saatgut ist teuer und der Preis pro Reihe nach den im Deckel beschriebenen Abständen berechnet.
Wir haben schon große Mengen Saatgut herausgegeben, aber nur von wenigen gartenglück-lern das Geld bekommen. Kostenlos sind nur die Samen, mit denen man Lücken in einer schon existierenden Reihe füllt (also z.B. Möhren, Buschbohnen, Pflückslat etc.), aber wenn diese „Lücken“ durch Ernte entstehen (z.B. Radieschen) oder ganz neu ausgesät wird bekommen wir 30 Cent pro halbe und 60 Cent pro ganze Reihe.  
Wenn viele gartenglück-ler auf dem Feld sind, bitte nicht das ganze Glas mitnehmen und bei sich auf der Parzelle „parken“, sondern ein Tütchen von zu Hause mitnehmen, ein paar Samen hineinfüllen und den überschüssigen Rest nachher wieder ins Glas schütten – auf diese Weise könnten die Gläser immer für alle erreichbar sein!

01/01/70

Tomatenpflege

Tomaten brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit als andere Kulturen: Während ihrer gesamten Wachstumsperiode müssen sie regelmäßig ausgegeizt werden; d.h. man kneift die kleinen, immer wieder neu entstehenden Triebe in den Blattachsen aus und wirft sie unter die Tomate auf den Boden (Tomaten stehen sehr gerne in ihrem eigenen Dunst!!). Das geht ganz einfach mit den Fingernägeln. Das Ausgeizen ist wichtig, damit die Pflanze ihre Kraft nicht in viele Triebe steckt, sondern in möglichst viele Früchte! Nur bei den Wildtomaten kann man auf das Ausgeizen verzichten.

Außerdem sollten die Tomaten jetzt hochgebunden werden. Dazu brauchen sie einen Stab als Stütze (entweder die im Handel erhältlichen spiralförmigen Tomatenstäbe, in die der Stängel hineingewunden wird, oder einfach einen stabilen Holzstock, an dem man die Pflanze mit Schnur, Bast oder Bindedraht festbindet).

Beim Gießen ist zu beachten, dass Tomaten nur am Fuß begossen werden wollen und nicht auf den Blättern. Das macht sie sehr krankheitsanfällig!

Die Tomatensorte aus unserem “Standardprogramm” bildet gelbe Früchte und ist auch im Freiland sehr ertragreich!!

Pflanzanleitung Lauch

Ziel ist es, möglichst lange, gerade weiße Schäfte zu erhalten. Dazu zieht man eine tiefe Furche, in die noch zusätzlich im Abstand von etwa 15 cm kleine Pflanzlöcher gemacht werden (ca 5 cm tief). Dort hinein wird jeweils ein Lauch-Pflänzchen gesetzt, gut angedrückt und das Loch verschlossen. Bei jedem Unkrauthacken füllt man die Furche etwas weiter mit Erde auf. Wenn sie schließlich ebenerdig geschlossen ist, werden die Pflanzen zusätzlich angehäufelt, so dass sie später auf einem kleinen Damm stehen.

Paprika-Pflege

Paprika sind sehr feuchtigkeitsliebend und wurzeln nur ziemlich flach. Bei Trockenheit besteht die Gefahr, dass Blüten und kleinere Früchte abgestossen werden. Die Pflanzen sind also auf regelmäßige Wasserzufuhr angewiesen. Eine dicke Mulchschicht drum herum aus Grasschnitt oder Stroh bedeutet deshalb viel Arbeitsersparnis!

Drei Wochen nach dem Auspflanzen werden die Paprika angehäufelt. Vielleicht benötigen sie später einen Stock als Stütze, an dem sie hochgebunden werden, damit die Zweige mit den Früchten nicht abbrechen.

Die erste, sogenannte ”Königsblüte” (sie sitzt in der Mitte der ersten Stängelverzweigung) sollte man ausbrechen, wenn sich nicht schon abgefallen ist. Dadurch wird die Verzweigung der Stängel angeregt und die Ernte erhöht. Die frühzeitige Ernte der ersten Frucht erhöht ebenfalls den Fruchtansatz.

Die Paprika, die es bei uns zu kaufen gab, bilden zunächst grüne Früchte (sie lassen sich dann schon ernten) und reifen dann rot aus. Im rotem Zustand haben sie auch den höchsten Vitamingehalt.

01/01/70

Abdeckung Kohlgewächse

Der Kohl hat inzwischen eine Größe erreicht, in der er nicht mehr durch die Tauben gefährdet ist. Trotzdem macht es Sinn, Wirsing, Rot- und Spitzkohl und Brokkoli unter Vlies zu lassen, da sie auf diese Weise auch vor den sehr gefräßigen Raupen des Kohlweißlings geschützt sind. Allerdings muss das Vlies dazu rundherum dicht am Boden befestigt sein, damit kein Kohlweißling darunter schlüpfen und seine Eier an den Kohlblättern ablegen kann. Nicht gefährdet ist Kohlrabi. Wer schon deutliche Fraßlöcher an seinen Kohlpflanzen sieht, sollte versuchen, die Raupe im Kohlkopf zu finden. Aber auch abwarten ist eine Lösung: Selbst wenn der Kohl schon arg mitgenommen aussieht, erholt er sich spätestens dann wieder, wenn sich die Raupe verpuppt und ihr Domizil verlässt.

Vorbeugend ist die Mischkultur hilfreich: Der Geruch von Sellerie irritiert den Kohlweißling. Setzt man einzelne Selleriepflanzen zwischen den Kohl, kann das helfen,  den ausgewachsenen Schmetterling fernzuhalten.

Abgenommene Vliese bitte mit nach Hause nehmen und dort entsorgen oder für das nächste Jahr aufheben - nicht auf der Parzelle liegenlassen (sie wachsen ein und wir finden sie dann Ende des Jahres oder spätestens im kommenden Frühjahr wieder). Bitte die Vliese auch nicht in der Hütte stapeln!!

Spinat & Ruccola

Beide Kulturen stehen jetzt in voller Blüte und sollten (wenn nicht schon geschehen) komplett abgeerntet werden. Ruccola kann wieder neu ausgesät werden, Spinat aber erst wieder im Herbst – in der Doppelreihe ist also Platz für Neues!!

Kohlrabi-Ernte

Kohlrabi erntet man dann, wenn die Knolle eine schöne Größe erreicht hat – man kann sie einfach aus der Erde ziehen oder abschneiden. Es ist sinnvoll, einige Knollen schon in jüngerem Stadium zu ernten, damit nicht mit einem Schlag eine große „Kohlrabi-Schwemme“ zu bewältigen ist!

Salat-Ernte

Haben die Salatköpfe die gewünschte Größe erreicht, schneidet man sie unterhalb des Blattansatzes ab. Auch hier gilt: Lieber etwas früher mit der Ernte beginnen, um nicht später geschossene Salate auf der Parzelle zu haben!!

Mangold-Ernte

Zur Ernte werden immer die äußeren Blätter der Pflanzen abgeschnitten, die dann regelmäßig (bis in den Herbst hinein) nachwachsen.

Rote Bete-Ernte

Rote Bete ist erntereif, wenn sich eine schöne Rübe in der Erde abzeichnet. Ein Tipp an diejenigen, die nicht vereinzelt haben: Um zu eng stehende Pflanzen auszudünnen, kann man schon jetzt immer wieder kleine Rüben an dichten Stellen herausziehen, damit die anderen mehr Platz zur Entwicklung haben.

Rettich-Ernte

Rettich schiebt sich mit zunehmender Größe ein Stück aus der Erde heraus und verfärbt sich an diesen freiliegenden Stellen etwas hellgrün. In diesem Zustand ist er dann erntereif! Bei trockenem und hartem Boden sollte man eine Schaufel zur Hilfe nehmen.

Schnittlauch-Ernte

Schnittlauch schneidet man in etwa 5 cm Höhe über dem Boden ab, so dass er immer wieder nachwachsen kann. Auf diese Weise lässt er sich mehrmals im Jahr schneiden!!

01/01/70

Tipps zum Wassersparen auf dem Feld

Damit der Wasserverbrauch nicht utopische Mengen erreicht, möchten wir alle bitten, sich an die folgenden Tipps zum Thema Gießen zu halten:

  • Die Erde vom geernteten Gemüse nur abreiben; das Gemüse zu Hause und nicht vor Ort am Wasserfass waschen!
  • Vor dem Gießen immer erst kontrollieren, wie trocken der Boden tatsächlich ist: die oberste Schickt kann knochentrocken sein, doch schon wenige Zentimeter darunter ist die Erde feucht. Mit einer Hacke lässt sich der Zustand des Bodens ganz schnell feststellen.
  • Mulchen! Am besten mit Rasenschnitt oder mit einer dicken Schicht Stroh. Dann muss deutlich seltener gegossen werden.
  • Die meisten Kulturen brauchen überhaupt nicht gegossen zu werden: Dazu gehören Kartoffeln, Zwiebeln und alles was von uns gesät wurde (wie z.B. Möhren, Mangold, Rote Bete, Blumen, Rettich und Kräuter) aber auch die verschiedenen Kohlarten! Ihre Wurzeln sind lang genug, um auch noch in tiefere Bodenschichten vorzudringen.
  • Wenn gegossen werden muss, dann mit Bedacht gießen: Es bringt überhaupt nichts, ein paar Kannen flüchtig über der gesamten Parzelle zu verteilen - das Wasser durchdringt in diesem Fall gerade die oberste Bodenschicht und verdunstet wieder. Stattdessen die Pflanzen, die es nötig haben gezielt gießen: Tomaten, Kürbis, Gurken, Zucchini und Melone mit ca. 500 ml pro Pflanze (das entspricht etwa zwei mittleren Wassergläsern), alle anderen (aber i.d.R. nur ganz frisch gesetzte Pflanzen) wie Salate und Sellerie mit 150 ml.


Insgesamt gilt zu bedenken: Pflanzen, die nicht gegossen werden, sind dazu gezwungen, tiefe Wurzeln auszubilden, um an das im Boden vorhandene Wasser zu gelangen. Dadurch sind sie auch in Trockenperioden entsprechend unabhängig von der Gießkanne. Die meisten Salate z.B. wurzeln etwa 60 cm tief, Kohlsorten sogar 90 cm und tiefer. Pflanzen, die dagegen regelmäßig gegossen werden, haben es gar nicht nötig, tiefere Wurzeln auszubilden – ihr Wurzelwerk bleibt hauptsächlich unmittelbar unter der Erdoberfläche und sie sind entsprechend auf die kontinuierliche Wasserzufuhr von oben angewiesen. Auch Pflanzen lassen sich also regelrecht erziehen!

Auf regelmäßige Wasserzufuhr sind bei normaler Trockenheit lediglich Tomaten, Kürbis, Gurken, Zucchini, Melone und ganz frisch gesetzte Pflanzen angewiesen. Aber auch hier muss mit einer guten Mulchschicht nur ein bis zwei Mal wöchentlich gegossen werden.

In Trockenphasen macht es Sinn, Gießgemeinschaften zu bilden (z.B. übers Forum?), so dass nicht jeder mehrmals pro Woche auf den Acker muss!

01/01/70

Erbsen wollen hoch hinaus!

Jede Parzelle hat drei Reihen Erbsen: Eine Reihe Zuckererbsen (neben  Salat/Kohlrabi) und zwei Reihen Markerbsen (unter der Abdeckung). Die Erbsen fangen nun schon an, sich an den Netzen festzuhalten bzw. hindurchzuwachsen. Deshalb sollten die Netze unbedingt von den Erbsen abgenommen werden – gleiches gilt für die Vliese. In der Mitte über den Markerbsen kann man es durchschneiden, so dass zwei getrennte Abdeckungen entstehen. Entlang der Erbsenreihen kann man nun hacken und die Pflanzen dann anhäufeln. Am besten geht das mit dem Rechen; einfach ein wenig lockere Erde von beiden Seiten vorsichtig an die Erbsen-Reihe heranziehen. Nicht hoch häufeln, es reicht ein kleiner Damm, der den Pflanzen Stabilität gibt. Wer in den Lücken noch nicht nachgesät hat, sollte es möglichst bald machen!

Die Erbsen haben schon deutlich zu sehende Ranken ausgebildet, die sie nun suchend um sich strecken. Es ist sinnvoll, den Erbsen eine Rankhilfe anzubieten, an der sie sich festhalten und in die Höhe klettern können. Hierzu eignen sich verzweigte Reiser oder Stöcke, die man in kleinen Abständen vor den Pflanzen tief in den Boden steckt. Nicht jede Erbse braucht einen eigenen Stock; die Pflanzen finden auch aneinander Halt. Ein Stück Kaninchendraht, der an beiden Enden mit Stöcken befestigt wird, ist ebenfalls eine gute Rankhilfe. Man kann auch entlang der Reihe zwischen zwei Stöcken ein paar Schnüre oder Drähte spannen. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt!! Die Rankhilfen sollten etwa 40 cm hoch sein.

03.06.06

Mangold-Ernte

Es gibt tatsächlich schon einige Glückliche, die den ersten Mangold ernten können! Dazu werden immer die äußeren Blätter der Pflanzen abgeschnitten, die dann regelmäßig (bis in den Herbst hinein) nachwachsen.

Dill-Ernte

Beim Dill erntet man entweder die gesamte Pflanze, indem man sie einfach über dem Boden abschneidet, oder man pflückt regelmäßig die Blätter entlang des Stiels ab (das Herz an der Spitze des Stängels muss erhalten bleiben, damit immer neue Blätter gebildet werden).

Zuckermais-Aussaat

Für den Zuckermais ist eine eigene Reihe vorgesehen und eigentlich war geplant, dass wir ihn aussäen. Allerdings sind die Meinungen über den Zuckermais sehr geteilt, weshalb wir uns nun für die folgende Variante entschieden haben: Wer möchte, kann sich das Mais-Saatgut (kostenlos) nehmen und aussäen; wer aber auf Zuckermais eher mit zurückhaltender Begeisterung reagiert, hat nun eine vierte Wunschreihe! Wir hoffen, dass mit dieser Lösung alle zufrieden sind!

Bei diesem Mais handelt es sich um die Sorte “Rainbow Inka”; einen Zuckermais mit bunt gefärbtem Kolben. Wer ihn nicht essen mag, kann ihn alternativ auch zu Deko-Zwecken nutzen...

Mais wird im Abstand von etwa 15 cm gesät mit einer Tiefe von ca. 2-3 cm. Die Pflanzen sollten später auf etwa 25 cm vereinzelt werden. Wenn er etwa kniehoch ist, häufelt man ihn an. Letzter möglicher Aussaat-Termin ist Ende Juni.

Zusätzliches Saatgut-Angebot

Ab heute steht nun auch das Zusatzangebot an Samen für die Wunschreihen zur Verfügung.  Auf der nebenstehenden Tabelle finden sich die wichtigsten Eckdaten der verschiedenen Kulturen. Die Samen sind wie gehabt in Schraubgläsern; in deren Deckel-Innenseite steht eine kurze Aussaat-Anleitung. Die Gläser nach dem Gebrauch bitte wieder gründlich zuschrauben! Grundsätzlich sollte vor dem Säen die Erde gelockert und das Unkraut weggehackt werden. Dann zieht man in der gelockerten, möglichst krümeligen Erde eine entsprechend tiefe Rille und streut die Samen in der je nach Kultur nötigen Menge hinein. Gut andrücken ist wichtig, damit die Samenkörner engen Kontakt zur Erde haben und viel Feuchtigkeit aufnehmen können. Bitte die Aussaatmengen beachten, beim Säen trifft der Spruch “Viel hilft viel” absolut nicht zu!! Stehen die Pflanzen zu eng, bedrängen sie sich später nur gegenseitig und rauben sich Licht, Wasser und Nährstoffe. Entsprechend geringer fällt dann auch die Ernte aus. Angießen muss man nach der Aussaat nicht – entweder ist der Boden feucht genug oder das Bewässern übernimmt der nächste Regen!

Das Saatgut zum Ausbessern der Fehlstellen in den von uns gesäten Reihen ist auch noch weiterhin vorhanden. Zum Lückenfüllen steht das Saatgut natürlich kostenlos zur Verfügung; wer allerdings z.B. Radieschen nachsät, weil die eigenen geerntet sind, bezahle uns die Samen bitte!

Saatgutkosten für eine halbe Parzelle: 0,30 € pro Reihe

Saatgutkosten für eine ganze Parzelle: 0,60 € pro Reihe
(Die Saatgutkosten sind unabhängig von der Kultur!)

Das Geld bitte nur persönlich an uns geben, nicht irgendwo hinterlegen (in keinem Fall in die Samengläser stecken!!)!

 

22.05.06

Saatgut zum Lückenfüllen

Fehlstellen in den gesäten Reihen können jetzt “ausgebessert” werden. Dazu steht das Saatgut natürlich kostenlos zur Verfügung. Die Samen der verschiedenen Kulturen befinden sich in Schraubgläsern im Gerätehäuschen; eine kurze Aussaat-Anleitung steht in der Deckel-Innenseite des jeweiligen Glases. Grundsätzlich sollte vor dem Säen die Erde gelockert und das Unkraut weggehackt werden. Dann zieht man in der gelockerten, möglichst krümeligen Erde eine entsprechend tiefe Rille und streut die Samen in der je nach Kultur nötigen Menge hinein. Gut andrücken ist wichtig, damit die Samenkörner engen Kontakt zur Erde haben und viel Feuchtigkeit aufnehmen können. Bitte die Aussaatmengen beachten, beim Säen trifft der Spruch “Viel hilft viel” absolut nicht zu!! Stehen die Pflanzen zu eng, bedrängen sie sich später nur gegenseitig und rauben sich Licht, Wasser und Nährstoffe. Entsprechend geringer fällt dann auch die Ernte aus.

Bisher haben wir nur Samen von Roter Bete, Mangold, Spinat, Dicker Bohne und Radieschen vorbereitet; mit den anderen Kulturen macht es Sinn, noch bis nächste Woche zu warten – einiges keimt erst noch. Der Pflücksalat wird von uns noch einmal komplett neu ausgesät.

Das Saatgut des Zusatzangebots steht ab Samstag im Häuschen!

Rote Bete vereinzeln

Die Rote Bete-Pflänzchen stehen stellenweise viel zu dicht nebeneinander. Sie müssen unbedingt vereinzelt werden, damit sie genug Licht und Luft haben, um eine schöne Rübe zu bilden. Dazu zieht man einfach die überzähligen Pflanzen heraus und lässt nur in einem Abstand von etwa 7 cm jeweils die stärksten Exemplare stehen. Man kann sie auch etwas enger wachsen lassen, muss aber dann bei zunehmender Größe schon frühzeitig kleine Rüben ernten, um den anderen genug Platz zu verschaffen. Werden die Pflanzen nicht ausgedünnt, so können sie keine Knollen bilden!!!

Um Lücken zu füllen, kann man schöne Pflanzen auch verziehen: Am besten feuchtet man die Erde vorher gut an und nimmt dann mit Hilfe eines Messers oder einer Schaufel die zu dicht stehenden Pflanzen heraus – möglichst tief genug, so dass die Wurzel komplett mit heraus gelöst werden kann. Der neue Standort muss ebenfalls gut angefeuchtet werden. Das Verpflanzen sollte am besten Abends oder bei feuchter Witterung passieren.

Mangold vereinzeln

Steht der Mangold sehr dicht, sollte man auch hier einige Pflänzchen herausziehen. Der ideale Abstand beträgt etwa 15 cm. Überzählige Pflanzen lassen sich auch versetzen (gleiche Vorgehensweise wie bei Roter Bete), allerdings funktioniert das Verziehen bei Blattgemüse häufig nicht ganz so gut.

Kartoffeln häufeln

Einige der Kartoffelreihen sind jetzt hoch genug, um zum ersten Mal gehäufelt zu werden. Dazu lockert man die Erde mit dem Spaten links und rechts der jeweiligen Kartoffelreihe grob vor (Vorsicht, nicht zu nah an die Pflanzen stechen, die Knolle darf nicht beschädigt werden!) und schaufelt sie dann an die Pflanzen heran, so dass eine Art Damm entsteht. Ruhig so hoch häufeln, dass nur noch die Spitzen der Pflanzen heraus gucken! Auch die Fehlstellen können gehäufelt werden (die Pflanzen kommen noch und wachsen dann einfach durch den Dam hindurch). Wer unsicher ist, wie das fertige Produkt aussehen soll, kann sich die fertigen Dämme auf der gartenglück-Parzelle anschauen.

Gegen den Kartoffelkäfer hilft auch eine Vliesabdeckung – vorher müssen aber unbedingt Eier, Larven und Käfer abgesammelt werden!!

 

13.05.06

Radieschen-Ernte

Obwohl die Blätter noch ziemlich klein sind, verbirgt sich an einigen Pflanzen schon ein schönes Radieschen! Regelmäßig sollte man die ein wenig aus der Erde ragenden Knollen kontrollieren und immer die größten herausziehen, bis schließlich die ganze Reihe abgeerntet ist.

Spinat-Ernte

Für einen besWenn die Pflanzen schön große Blätter haben, sind sie erntereif. Zur Ernte pflückt man entweder die äußeren Blätter der Pflanzen regelmäßig ab, so dass sie wieder nachwachsen (das ist die etwas mühsamere Variante...) oder schneidet die komplette Pflanze ab. Spinat lässt sich roh auch wunderbar als Salat essen! Früher oder später bilden die Pflanzen Blütenstände aus. Durch die Blüte (sie ist nicht genießbar) werden die Blätter herber im Geschmack (also besser vorher ausprobieren, ob sie roh schmecken!).

Ruccola

Der Ruccola ist stark vom Erdfloh befallen gewesen und jetzt mit entsprechend vielen Löchern versehen. Auf den Geschmack hat das keinerlei Einfluss, höchstens auf seine nun nicht mehr ganz vollendete Schönheit! Der Erdfloh liebt die Trockenheit und hatte somit im April nahezu optimale Vermehrungsbedingungen. Um den Ruccola vor diesem winzigen, springenden Käfer zu schützen hilft eigentlich nur ein Vlies, das rundherum gut mit Erde am Boden befestigt wird. Allerdings führt das nur bei neuen Aussaaten zum Erfolg, da man sonst die kleinen Quälgeister gleich an ihrer Nahrungsquelle mit einsperrt... Der Erdfloh gibt sich zu erkennen, wenn man mit der Hand über die Pflanzen streicht – die glänzenden kleinen Käferchen, die mit großen Sprüngen das Weite suchen, sind die Missetäter...

Zur Ernte pflückt man regelmäßig die äußeren Blätter ab und lässt das Herz stehen, so dass immer wieder neue Blätter nachwachsen.

09.05.06

Anbauplan

Für einen besseren Überblick hier nochmal die genaue Abfolge der Kulturen:

1   Kartoffeln
2   Kartoffeln
3   Kartoffeln
4   Kartoffeln
5   Dicke Bohne
6   Wunsch-Reihe
7   Steckzwiebeln
8   Möhren früh
9   Steckzwiebeln
10  Möhren früh
11  Lauch-/Bundzwiebeln
12  Spinat
13  Spinat
14  Rettich
15  Pflücksalat
16  Radieschen
17  Schöngesicht
18  Wunsch-Reihe
19  Zuckererbsen
20  Kopfsalat + Kohlrabi
21  Wirsing + Kohlrabi
22  Markerbse
23  Markerbse
24  Brokkoli
25  Spitzkohl + Rotkohl
26  Sellerie (Knolle) + Sellerie (Staude)
27  Wunsch-Reihe
28  Radieschen
29  Ringelblumen
30  Zucchini
31  Basilikum
32  Zuckermais
33  Salatgurken
34  Buschbohnen (grün)
35  Kürbis
36  Buschbohnen (gelb)
37  Tomaten
38  Dill
39  Sommerblumenmix
40  Möhren spät
41  Schnittlauch
42  Möhren spät
43  Petersilie
44  Salatrauke
45  Rote Bete
46  Mangold

07.05.07

Kompost

Unkraut am besten einfach umhacken und auf dem Boden liegen lassen. Die Pflanzenteile dienen so als zusätzliche Mulchschicht oder werden von den Regenwürmern  abtransportiert und zu dem sehr wertvollen Humus verarbeitet. Das gleiche gilt auch später für Ernteabfälle! Dieses Verfahren nennt sich “Flächenkompostierung”. Unkräuter mit großen Wurzeln (besonders der Ampfer, gegen den auch ganz konsequent vorgegangen werden sollte), sollten aber davon ausgeschlossen werden und stattdessen auf den Komposthaufen (werden wir noch kennzeichnen), damit sie nicht wieder anwachsen!

Mulchen – Balsam für den Boden!!

Mulchen ist eine optimale Maßnahme, die Arbeit für Gießen und Unkrauthacken zu verringern und dem Boden einen großen Gefallen zu tun: Dazu wird eine Schicht Rasenschnitt auf dem Boden verteilt: Sie schützt die Erde auch bei starker Sonneneinstrahlung vor dem Austrocknen und bei Regen vor Verschlämmung. Die Erde bleibt unter der Mulchschicht locker, krümelig und feucht. Auch Regenwürmer fühlen sich besonders wohl darunter und werden vom Mulch angezogen! Samen-Unkräuter haben hingegen Schwierigkeiten, hindurchzudringen.

Wichtig ist, dass die Mulchschicht nicht zu dick (sonst kann es zu Fäulnis kommen) und nicht zu dünn (der Boden sollte darunter nicht sichtbar sein) ausgebracht wird. Am besten ist es, die Erde um die Pflanzen vor dem Mulchen zu lockern und wenn nötig etwas zu gießen. Die Schicht muss alle paar Wochen erneuert werden, da sie nach und nach verrottet.

Momentan ist es sinnvoll alle Pflanzen zu mulchen, später nur noch solche, die nicht genügend Blattmasse haben, um den Boden in ihrer Nähe zu beschatten.

Dank einer solchen Bodenbedeckung muss deutlich weniger gegossen werden: Zum Testen einfach an einer Stelle das Mulchmaterial anheben und mit den Fingern den Boden auflockern. So lässt sich leicht feststellen, ob die Erde feucht ist oder ob die Pflanzen Wasser brauchen!

Das beste Mulchmaterial ist Rasenschnitt; alternativ kann man aber auch mit Stroh mulchen. Allerdings muss die Schicht dann deutlich dicker sein. Ein Strohballen liegt am Feldrand.

Beim Mulchen mit Rasenschnitt sollte man darauf achten, dass keine zusammengepappten, fauligen Brocken Verwendung finden! Es ist wichtig nur solchen Rasen einzusetzen, auf den kein Unkrautbekämpfungsmittel oder Dünger ausgebracht wurde!