Pflege - Erntekalender

07.12.06

Acker-Abernte-Aktion

Vor der Rückgabe der Parzellen Ende Dezember sollte bitte jeder die folgenden Handgriffe auf seiner Parzelle erledigen, damit das Pflügen problemlos ablaufen kann:

- die Bambusstäbe und die Latten (samt Namensschildern) zur Parzellenunterteilung herausziehen und neben die Gerätekiste stapeln

- die selbstgebastelten Parzellenabtrennungen, Erbsenzäune usw. abbauen und mintnehmen - bitte auch unbedingt die Vogelschutznetze und sämtliche Kleinteile aus Plastik einsammeln!

- bei wem noch geschosster Fenchel steht: die Pflanzen herausziehen (am besten mit einem Spaten unterhalb der Knolle abhacken) und auf der Fläche verteilen, auf der die Kartoffeln standen

- hohe Pflanzen wie z.B. Dill oder Blumen mit dem Fuß umknicken, so dass sie platt auf dem Boden liegen

- bitte nichts mehr auf den Kompost bringen, sondern Grünabfälle stattdessen lieber auf der Parzelle liegenlassen - das spart uns viel Arbeit, da wir die Komposthaufen per Hand auf dem Acker verteilen müssen. Es sollten allerdings keine Kohlköpfe stehen/liegen bleiben, denn sie können das Pflügen behindern. (Kohl lässt sich im übrigen kleingeschnitten ganz wunderbar einfrieren!) Wem der Kohl zu viel ist und nicht weiß wohin, kann ihn neben der Gerätekiste in einem Erntekorb abstellen, so dass andere ihn mitnehmen können.

- alle, die noch einen Erntekorb zu Hause stehen haben: Bitte im Laufe der nächsten Woche zurückbringen!!

- den Mais bitte herausziehen und (wenn möglich) in etwa 30 cm lange Stücke brechen/schneiden/hacken und liegenlassen.
Wir bitten alle, uns so gut es geht beim Abräumen des Ackers zu unterstützen – besonders das Einsammeln von Stöcken, Stäben, Namensschildern und Plastikteilen bedeutet vor dem Pflügen viel Arbeit für uns. Nach Neujahr sind alle Parzellen zur Abernte “freigegeben” - was dann noch steht, kann von allen geerntet werden und läuft sonst Gefahr, untergepflügt zu werden.

Vielen Dank!!! Wir wünschen allen eine fröhliche Adventszeit und freuen uns auf das nächste gartenglück-Jahr!!!   (Wer wieder mit dabei sein möchte und sich noch nicht angemeldet hat, sollte das bis zum 15. Dezember tun!)

31.07.06

Dem Kohl auf die Sprünge helfen

Der Kohl kümmert momentan ziemlich vor sich hin, weshalb neben der Gerätekiste ein Sack Hornmehl steht, um ihn ein wenig aufzupäppeln! Daraus kann sich jeder selbst bedienen – ein Glas voll (befindet sich im Sack) reicht für etwa fünf Pflanzen. Gedüngt werden sollten Rot- und Weißkohl, Wirsing, Brokkoli, Rosenkohl und auch die demnächst zur Verfügung stehenden Grünkohl-Pflanzen. Das Hornmehl schüttet man einfach an den Fuß der Pflanze und arbeitet es dann mit der Hacke locker in die obere Bodenschicht ein. Danach ggf. gießen. Bitte den Stein immer wieder auf den Sack legen, da der Dünger in keinem Fall nass werden sollte!

15.07.06

Kartoffeln

Es kann losgehen – die ersten Kartoffeln können ausgegraben werden!! Die ganz rechte Reihe, deren Kraut nun tw. schon verwelkt ist, ist erntereif. Wir haben drei verschiedene Kartoffelsorten angebaut: Rechts eine frühe gelbe Sorte (eher mehlig als festkochend), daneben eine spätere rote Sorte (festkochend ) und dann zwei Reihen späte gelbe (festkochend ).

Am besten geht das Buddeln mit einer Grabegabel (bitte nicht die roten Kinderschaufeln benutzen, die gehen sehr schnell kaputt!): Von der Seite sticht man möglichst tief in den Damm und schüttet die Erde samt Kartoffeln daneben. So lassen sich die Kartoffeln leicht aus dem Loch und der ausgehobenen Erde heraus sammeln. Wichtig ist, dass die Kartoffeln häufig nicht nur unmittelbar unter der Pflanze zu finden sind und deshalb auch ein wenig rechts und links davon gegraben werden sollte.

An manchen Pflanzen hängt noch die Mutterknolle (sie ist meist ziemlich dunkel und etwas matschig); sie kann mit dem abgestorbenen Kraut auf dem Acker liegen bleiben.  

Nach der Ernte lässt man die Knollen für kurze Zeit ausgebreitet auf dem Boden liegen, damit die anhaftende Erde an der Sonne trocknen kann.

Bohnen-Ernte

Auf den Parzellen wachsen zwei verschiedene Sorten Buschbohnen: Eine gelbe und eine grüne Variante. Beide sind dann erntereif, wenn die Bohnen schön lang und rund sind. Sie sollten allerdings spätestens dann geerntet werden, wenn sich die einzelnen Körner durch die Schote hindurch deutlich abzeichnen. Lässt man sie zu lange hängen, sind sie nach dem Kochen nicht mehr so zart. Bei der Ernte die Schoten am besten mit den Fingernägeln abknipsen. Nicht einfach abreißen, denn dabei kann es schnell passieren, dass die komplette Pflanze entwurzelt wird. Buschbohnen werden mit der Schote gekocht und gegessen. Die Bohnen-Ernte zieht sich über viele Wochen lang hin; durch regelmäßiges Abernten der reifen Schoten wird die Pflanze angeregt, immer wieder neue Bohnen zu produzieren.

Achtung: Rohe Bohnen sind giftig!

Mangold

Zur Ernte werden die äußeren großen Blätter nah am Boden abgeschnitten. Die kleinen Blätter bleiben stehen, damit er immer wieder nachwächst.

Petersilie

Petersilie wird büschelweise ein Stück über der Erde abgeschnitten, wobei wieder die kleinen Herzblätter stehen bleiben. So sind mehrere Ernten möglich!

Schädlings-Befall

Rote Bete

Der Wuchs der Rote Bete ist an vielen Stellen aller Wahrscheinlichkeit nach deshalb so kümmerlich, weil die Pflanzen von Nematoden (Fadenwürmer, leben im Boden) befallen sind. Dagegen lässt sich nicht viel machen, die Pflanzen bleiben in der Regel mickrig. Am ehesten hat das Nachsäen von Roter Bete an ganz anderer Stelle auf der Parzelle Erfolg.

Bohnen

Leider tummeln sich in dem Tabu-Streifen dank der fantastischen Begrünung (...) inzwischen Kaninchen. Und die haben auf dem Acker ganz besonders einen Leckerbissen gefunden: Bohnen! Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert, sie zum Schutz vor den Langohren mit Vogelschutznetz abzudecken. Vielleicht sind die Kaninchen ja weniger dreist als die Hasen in Weiden und respektieren die Abdeckung! Bohnen lassen sich im übrigen auch jetzt noch einmal aussäen (jetzt ist allerdings höchste Zeit!).

10.07.06

Dill-Ernte

Dill wird geerntet, indem man vorsichtig einzelne Äste an den Seiten der Pflanzen abbricht. Der oberste Trieb, die "Spitze", muss allerdings stehen bleiben. Ein Tipp zur Konservierung: Die Pflanzenteile lassen sich nach dem Heraussortieren der dickeren Stängel wunderbar einfrieren – bei Bedarf kann man von dem gefrorenen "Klumpen" ganz einfach etwas abbröseln, ohne den Dill noch zerschneiden zu müssen. Sie zerfallen ganz leicht von selbst – allerdings nur, solange sie gefroren sind!

05.07.06

Brokkoli-Ernte

Der essbare Teil des Brokkoli sind nichts anderes als die zahlreichen, winzigen Knospen, die dicht nebeneinander wachsen. Sie bilden sich im Herz der Pflanze und sind jetzt schon gut zu sehen. Brokkoli wird dann geerntet, wenn die “Blüte” schön groß und noch sattgrün bzw. violett (je nach Sorte) ist. In den letzten Tagen muss man sie gut im Auge behalten, da die Knospen ganz plötzlich in voller Pracht erblühen können!

Bei der Ernte ist zu beachten, dass nicht die ganze Kohlpflanze sondern lediglich die Blüte abgeschnitten wird. Denn daraufhin bilden sich viele neue Röschen, die man alle bis auf eine zentrale abknipsen kann, so dass wieder eine einzelne große Hauptblüte (und nicht viele kleine) heranwächst. Oder man lässt eben viele kleine wachsen.

Der meiste Brokkoli wird innerhalb der einzelnen Parzellen relativ zeitgleich erntereif sein. Doch sollte man angesichts der Menge nicht zögern, sondern ihn gleich abernten – Brokkoli lässt sich sehr gut einfrieren!

Möhren vereinzeln

Möhren müssen ausgedünnt werden, um eine schöne Wurzel bilden zu können. Dazu zieht man die zu eng stehenden Pflänzchen aus dem Boden, so dass alle drei bis vier Zentimeter eine Möhre stehen bleibt. Die herausgezogenen Möhrchen kann man z.B. schon im Salat essen!

Tomaten ausgeizen

Die von uns gesetzten großen Salat-Tomaten sollten ausgegeizt werden. Diese Vorgehensweise ist sinnvoll, da die Pflanze sonst ihre Kraft in die vielen Triebe steckt und nicht in möglichst viele Früchte! Bei den Wildtomaten (die wir zum Nachpflanzen angeboten hatten) ist das Ausgeizen nicht unbedingt nötig, es sei denn, die Pflanzen stehen recht nah beieinander! In diesem Fall sollte man der Tomate drei bis vier Triebe lassen und die restlichen entfernen.Und so gehts: Man kneift die kleinen, immer wieder neu entstehenden Triebe in den Blattachsen (zwischen Stängel und Blatt) aus und wirft sie unter die Tomate auf den Boden. Tomaten stehen sehr gerne in ihrem eigenen Dunst!!

 

01.07.06

Nachsaaten

Es ist nun allerhöchste Zeit, die Lücken in Roter Bete, Mangold, Mais etc zu schließen!

Die Radieschen sind ja in vielen Fällen nix geworden, deshalb hier ein paar Tipps zur Neuansaat: Der Boden sollte möglichst krümelig gelockert (evtl. nächsten Regen abwarten?) und die Saat feucht gehalten werden (Radieschen werden nur flach gesät und wurzeln nicht tief in der Erde).

Die Aussat von Sommerspinat hat nur dann Erfolg, wenn er ausreichend Feuchtigkeit hat, da er sonst sofort wieder in Blüte geht!

Ruccola lässt sich den ganzen Sommer über aussäen. Bei trockener Witerung ist er aber sehr Erdfloh-gefährdet!

Wir hatten vor, Basilikum und Petersilie neu auszusäen, der tw. doch recht gute Aufgang hat uns aber davon abgehalten. Deshalb gibt es Basilikum und Petersilie als Samen zum Lücken füllen in der Kiste (Anleitung wie immer im Deckel). Achtung, Basilikum ist ein Lichtkeimer und darf deshalb nicht mit Erde bedeckt werden!!

Dünger einarbeiten

Wir haben einige Kulturen mit Hornspänen gedüngt. Durch leichtes Hacken um die Pflanzen herum sollte der Dünger jetzt in die oberen Bodenschichten eingearbeitet werden. Kohl und Mais können dabei leicht anghäufelt werden.

Rote Bete vereinzeln

Die Rote Bete-Pflänzchen sehen zum Teil leider ziemlich kümmerlich aus – die Hornspäne-Düngung bringt sie hoffentlich ein wenig in die Gänge!! Dort, wo sie zu dicht nebeneinander stehen, müssen sie vereinzelt werden, damit sie genug Licht und Luft haben, um eine schöne Rübe zu bilden. Dazu zieht man einfach die überzähligen Pflanzen heraus und lässt nur in einem Abstand von etwa 7 cm jeweils die stärksten Exemplare stehen. Man kann sie auch etwas enger wachsen lassen, muss aber dann bei zunehmender Größe schon frühzeitig kleine Rüben ernten, um den anderen genug Platz zu verschaffen. Werden die Pflanzen nicht ausgedünnt, so können sie keine Knollen bilden!!!

Um Lücken zu füllen, kann man schöne Pflanzen auch verziehen: Am besten feuchtet man die Erde vorher gut an und nimmt dann mit Hilfe eines Messers oder einer Schaufel die zu dicht stehenden Pflanzen heraus – möglichst tief genug, so dass die Wurzel komplett mit heraus gelöst werden kann. Der neue Standort muss ebenfalls gut angefeuchtet werden . Das Verpflanzen sollte am besten Abends passieren! Die ersten Tage nach dem Umzug ist dann regelmäßiges Gießen nötig.

29.06.06

Markerbsen-Ernte

Auch ein Teil der Markerbsen (die beiden Reihen innerhalb der Parzelle) ist nun erntereif. Die Schoten werden dann gepflückt, wenn sie dick und die darin liegenden Erbsen schön rund sind. Nachdem man die Spitze der Schote abgebrochen und den Faden an der Seite herunter gezogen hat, kann man die Schote mit den Fingernägeln öffnen und die Erbsen heraus streifen. Aber auch hier ist wichtig, dass die Schoten nicht zu dick werden, sonst verlieren die Erbsen ihren zarten süßlichen Geschmack!

25.06.06

Kartoffelkäfer

Nach Tauben, Schnecken und Erdflöhen kommen jetzt die Kartoffelkäfer!! Aber auch die werden wir besiegen...

Der Kartoffelkäfer ist auffällig gelb-schwarz gestreift und etwa 0,7 bis 1,5 cm groß. Er sitzt in der Regel auf den Blättern der Kartoffelpflanzen. Die wirksamste Methode gegen diesen gefräßigen Plagegeist ist das Absammeln. Allerdings muss man schnell zupacken, da der Käfer sich bei Bewegungen der Pflanze blitzartig fallen lassen kann. Schädlich sind nicht so sehr die Käfer, als vielmehr seine Larven – sie können ganze Pflanzen bis aufs Gerippe abfressen. Es ist allerdings viel einfacher, sauberer und effektiver die Käfer einzusammeln, als später die Heerscharen von Larven! An der Blattunterseite der Kartoffel befinden sich die Gelege der Käfer: Eine Ansammlung zahlreicher gelber, stiftartiger Eier. Ein einzelnes Weibchen legt insgesamt 1200 Eier!! Die Gelege sollte man einfach zwischen zwei Blättern zerdrücken und die Käfer in jedem Fall zertreten, zerhacken etc.... Es macht überhaupt keinen Sinn, sie am Feldrand auszusetzen, da sie zielsicher zu den Kartoffelpflanzen zurück fliegen! Man müsste sie dann schon einige Kilometer entfernt aussetzen, um das zu vermeiden.

20.06.06

Zuckererbsen-Ernte

Die Zuckererbsen sind erntereif, wenn sich in den Schoten ganz schwach die ersten Erbsen abzeichnen und sie etwa so lang wie ein kleiner Finger sind. Es lohnt sich, die Reihe immer wieder mal durchzugucken, denn es werden laufend Schoten nachwachsen! Sind die Schoten erst einmal dick mit größeren Erbsen darin, werden sie mehlig und sind damit auch nicht mehr sehr lecker.

Kohlrabi-Ernte

Sobald die Knollen ausreichend groß sind, zieht man sie einfach aus der Erde. Die Blätter lassen sich prima als Mulch einsetzen. In nächster Zeit gibt es dann wieder Pflänzchen zum Nachpflanzen.

Ruccola

Der Ruccola scheint es dem Spinat nachmachen zu wollen - so schnell wie möglich in Blüte zu gehen! Ruccola wird von außen nach innen geerntet: Man schneidet nach Bedarf die äußeren, großen Blätter weg und lässt das Herz stehen, so dass sie immer neu nachwachsen können. Man kann ihn als Gewürz oder als Salat einsetzen.

Pflücksalat

Einfach regelmäßig die äußeren Blätter wegschneiden und nur die Herzblätter stehen lassen. Auf diese Weise kann man sich monatelang mit immer frischem Salat versorgen! Alternativ kann man gleich die ganze Pflanze abschneiden und neu nachsäen (dauert dann aber ein Weilchen bis zur Erntereife!).

16.06.06

Gießen

Hier hat es ja leider kaum geregnet, der Boden ist jedenfalls noch immer recht trocken! Es müssen also weiterhin die Tomaten und die frisch gepflanzten Pflänzchen gegossen werden. (Für die Tomaten ist alle drei Tage aber ausreichend, wenn gemulcht ist sogar noch weniger!) Zudem freuen sich auch die von uns zuletzt gesäten Reihen über Wasser wie z.B. Ruccola, die 2. Radieschen-Reihe, Dill, Schnittlauch, Rote Bete etc. Eben die Kulturen, die noch sehr klein sind und die noch nicht so lange Wurzeln ausgebildet haben. Kartoffeln und Zwiebeln müssen in keinem Fall gegossen werden, auch die Pflanzen nicht, die schon groß und damit tief verwurzelt sind.

13.06.06

Nachsäen

Unter dem heftigen Kälteeinbruch Ende Mai hatten doch so einige Kulturen ziemlich zu leiden. Die Tomaten sahen ja lange Zeit sehr schlecht aus, sind jetzt aber über den Berg. Die Buschbohnen sind teilweise nur spärlich aufgegangen. Alle 40 cm sollten  4-6 Pflänzchen stehen. Sind es weniger, kann jeder selbst noch Bohnen nachstecken: Das Saatgut steht auf dem Tisch, die Anleitung steht im Deckel des Schraubglases. An einigen Stellen haben die Hasen die Blätter der Bohnen abgefressen und nur den Stiel der Keime stehen gelassen. Auch in diesem Fall sollte nachgesät werden!

Der Pflücksalat ist schlecht aufgegangen, weil es zum Aussaatzeitpunkt zu warm war. Bei Bodentemperaturen über 18 Grad verfällt er in Keimruhe. Wer nachsäen möchte, sollte dies am besten an einem kühleren Tag machen. Achtung, das Saatgut ist sehr fein und man braucht nur wenige Körner (siehe Deckel).

Basilikum ist eine sehr wärmeliebende Kultur, die die Kälte überhaupt nicht verkraftet hat. Deshalb werden wir den Basilikum noch einmal säen. (Der vermeintliche Basilikum links von den Tomaten ist die Atlasblume!)

Ringelblume und Zuckermais haben wir erst nach der Kälte gesät. Von den meisten anderen Kulturen, die bisher nur sehr klein sind, stehen Samen zum Füllen von Lücken bereit. Kräuter wie Petersilie, Dill und Schnittlauch keimen langsam und sind zunächst wirklich winzig. Deshalb ist vor der evt. nötigen Nachsaat ein kritischer Blick empfehlenswert, ob die Winzlinge nicht doch vorhanden sind.

Kürbis, Zucchini, Gurken und Kürbis müssten jetzt nach dem Regen auch endlich in die Gänge kommen – wenn nicht, werden wir uns etwas einfallen lassen!!

Zuckererbsen-Ernte

Die Zuckererbsen sind erntereif, wenn sich in den Schoten ganz schwach die ersten Erbsen abzeichnen und sie etwa so lang wie ein kleiner Finger sind. Es lohnt sich, die Reihe immer wieder mal durchzugucken, denn es werden laufend Schoten nachwachsen! Sind die Schoten erst einmal dick mit größeren Erbsen darin, werden sie mehlig und sind damit auch nicht mehr sehr lecker.

Kohlrabi-Ernte

Sobald die Knollen ausreichend groß sind, zieht man sie einfach aus der Erde. Die Blätter lassen sich prima als Mulch einsetzen. In nächster Zeit gibt es dann wieder Pflänzchen zum Nachpflanzen.

09.06.06

Radieschen-Ernte

Die ersten Radieschen sind erntereif! Einfach regelmäßig die dicksten Knollen aus der Erde ziehen, damit auch die kleineren genug Platz haben zu wachsen. Später, wenn die gesamte Reihe abgeerntet ist, kann nachgesät werden.

Salat-Ernte

Der Kopfsalat ist dann erntereif, wenn er einen festen Kopf gebildet hat (lässt sich mit einem Griff in die Blätter leicht feststellen). Schmecken tut er natürlich auch schon vorher; er hat ohne den Kopf nur noch nicht so viel Blattmasse. Salatpflänzchen zum Nachpflanzen gibt es innerhalb der nächsten 14 Tage wieder.

02.06.06

Spinat-Ernte

Der Spinat fängt auch in diesem Jahr wieder an zu blühen (was diesmal sehr wahrscheinlich witterungsbedingt ist)! Und das, obwohl er erst in einigen wenigen Parzellen erntereif ist. Eigentlich wird Spinat dann geerntet, wenn er schön große Blätter hat – entweder werden regelmäßig die äußeren Blätter abgepflückt, oder man schneidet die komplette Pflanze ab. Letzteres ist nötig, wenn er blüht. Durch die Blüte (sie ist nicht genießbar) werden die Blätter etwas herber im Geschmack, eignen sich entsprechend nicht mehr unbedingt für den rohen Verzehr als Salat.

Kürbis & Co

Kürbis, Zucchini, Einlegegurke und Salatgurke haben wir inzwischen auch gesät. Sobald es wärmer wird, müssten auch sie ihre charakteristischen Keimblätter zeigen. Die schmalen Unkrautstreifen rechts und links der Frässpur können aber schon jetzt weggehackt werden. Wer unsicher ist, wartet aber besser noch bis auch diese „Gemüse-Riesen“ gekeimt sind!

Kartoffeln häufeln

Inzwischen sind auch die meisten Kartoffeln der anderen Reihen hoch genug, um gehäufelt zu werden!

Noch einige Hinweise

Unkraut und Ernteabfälle bitte auf den Komposthaufen schütten – er befindet sich zwischen Gerätekiste und Wasserfass entlang des Zaunes. Achtung, rechts vom Wasserfass wachsen Kalebassen (eine große Kürbisart), bitte nicht mit Kompost erschlagen!! Rechts neben der Gerätekiste steht ein Erntekorb für Abfälle nicht-organischer Art. Es wäre schön, wenn alle diese Trennung vornehmen würden, damit wir im Herbst nicht noch einmal nachsortieren müssen.

Leider kommt es immer wieder vor, dass Geräte neben die Kiste gelegt werden und nicht hinein – es wäre schön, wenn alle darauf achten würden, dass die Kiste beim Verlassen des Ackers geschlossen ist und die benutzten Geräte grob gereinigt darin liegen.

Wem eine Hacke oder ähnliches zerbricht, gebe uns bitte Bescheid (oder noch besser: sorge für einen neuen Stiel)! Wir haben kürzlich eine Hacke mit zerbrochenem Stiel außerhalb des Ackers gefunden.

Die kleinen Geräte mit halblangen Stielen sind Werkzeuge für Kinder und nicht für die Kräfte eines Erwachsenen ausgelegt.

Bitte in keinem Fall quer durch die Parzellen laufen (etwa in den Leer-Reihen oder dort, wo demnächst die Gurken, Kürbisse und Zucchini keimen werden...), dieses Privileg behalten wir uns vor!  :-)

Beim Säen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass keine Feuchtigkeit oder Erde in die Saatgutgläser gelangt. Wenn das passiert, können wir die Samen nicht mehr einsetzen.

Da die Saatgutkasse aus der Gerätekiste geklaut worden ist, bitten wir alle, das Geld für Saat- und Pflanzgut nur noch direkt an uns zu geben.

22.05.06

Jungpflanzen

Neben der Gerätekiste stehen jetzt verschiedene Jungpflanzen. Fehlstellen in den gepflanzten Reihen (Salat, Sellerie und die verschiedenen Kohlarten) können jetzt also neu bepflanzt werden. Auch solche Pflanzen, die die Trockenheit bzw. die Tauben nicht überstanden haben können damit (natürlich kostenlos!) ersetzt werden. Aber wie gesagt: Pflanzen, die zwar schlecht aussehen, deren Herzblätter jedoch vorhanden sind, müssen nicht ausgetauscht werden!

Auch die drei Wunschreihen können nun bepflanzt werden. Saatgut steht in den nächsten Tagen in der Gerätekiste. Pro Pflanze (Kohl, Fenchel, Salat, Lauch und Sellerie) hätten wir gerne 0,12 € (in der Kiste steht das “Kassenglas”). Am Abend sollten die Pflanzen in jedem Fall wieder mit dem Netz abgedeckt werden, denn sonst freuen sich am nächsten Morgen die Tauben!! Die Pflanzabstände betragen 30 cm. Die Pflänzchen ebenerdig pflanzen, in keinem Fall tiefer! Bei Salat und Sellerie sollte das Erd-Töpfchen sogar ein bisschen aus der Erde heraus schauen. Wichtig: Nach dem Pflanzen die Erde am Wurzelballen gut andrücken und danach angießen.

Anfang Juni und Anfang Juli gibt es jeweils Nachpflanz-Termine, zu denen wir Salat- und Kohlrabi-Pflanzen für alle bestellt haben.

Saatgut

Auf der rechten Seite der Parzellen können Fehlstellen in den gesäten Reihen jetzt “ausgebessert” werden (im linken Teil bitte noch warten, vieles keimt erst noch!). Dazu steht das Saatgut natürlich kostenlos zur Verfügung. Die Samen der verschiedenen Kulturen befinden sich in Schraubgläsern in der Kiste; eine kurze Aussaat-Anleitung steht in der Deckel-Innenseite des jeweiligen Glases. Grundsätzlich sollte vor dem Säen die Erde gelockert und das Unkraut weggehackt werden. Dann zieht man in der gelockerten, möglichst krümeligen Erde eine entsprechend tiefe Rille und streut die Samen in der je nach Kultur nötigen Menge hinein. Gut andrücken ist wichtig, damit die Samenkörner engen Kontakt zur Erde haben und viel Feuchtigkeit aufnehmen können. Bitte die Aussaatmengen beachten, beim Säen hilft viel nicht viel!! Stehen die Pflanzen zu eng, bedrängen sie sich später nur gegenseitig und rauben sich Licht, Wasser und Nährstoffe. Entsprechend geringer fällt dann auch die Ernte aus.

Für die Wunschreihen kann das Saatgut natürlich auch eingesetzt werden! Wir haben dafür einen Durchschnittspreis errechnet: Die Samen für eine Reihe in einer ganzen Parzelle kosten 50 Cent; die für eine Reihe in einer halben Parzelle 25 Cent. Das Geld bitte einfach ins “Kassenglas” legen!

Kompost

 Unkraut am besten einfach umhacken und auf dem Boden liegen lassen. Die Pflanzenteile dienen so als zusätzliche Mulchschicht oder werden von den Regenwürmern abtransportiert und zu dem sehr wertvollen Humus verarbeitet. Das gleiche gilt auch später für Ernteabfälle! Dieses Verfahren nennt sich “Flächenkompostierung”. Unkräuter mit großen Wurzeln (besonders der Ampfer, gegen den auch ganz konsequent vorgegangen werden sollte), sollten aber davon ausgeschlossen werden und stattdessen auf den Komposthaufen (rechts vom Wasserfass entlang des Zauns), damit sie nicht wieder anwachsen!

Mulchen – Balsam für den Boden!

 Mulchen ist eine optimale Maßnahme, die Arbeit für Gießen und Unkrauthacken zu verringern und dem Boden einen großen Gefallen zu tun: Dazu wird eine Schicht Rasenschnitt auf dem Boden verteilt: Sie schützt die Erde auch bei starker Sonneneinstrahlung vor dem Austrocknen und bei Regen vor Verschlämmung. Die Erde bleibt unter der Mulchschicht locker, krümelig und feucht. Auch Regenwürmer fühlen sich besonders wohl darunter und werden vom Mulch angezogen! Samen-Unkräuter haben hingegen Schwierigkeiten, hindurchzudringen.

Wichtig ist, dass die Mulchschicht nicht zu dick (sonst kann es zu Fäulnis kommen) und nicht zu dünn (der Boden sollte darunter nicht sichtbar sein) ausgebracht wird. Am besten ist es, die Erde um die Pflanzen vor dem Mulchen zu lockern und wenn nötig etwas zu gießen. Die Schicht muss alle paar Wochen erneuert werden, da sie nach und nach verrottet.

Momentan ist es sinnvoll alle Pflanzen zu mulchen, später nur noch solche, die nicht genügend Blattmasse haben, um den Boden in ihrer Nähe zu beschatten. Achtung: Sellerie nicht direkt an ihrem „Fuß“ mulchen – dadurch kann die Knollenbildung verhindert werden! Immer einen kleinen Ring direkt um die Sellerie-Pflanze herum frei lassen.

Dank einer solchen Bodenbedeckung muss deutlich weniger gegossen werden: Zum Testen einfach an einer Stelle das Mulchmaterial anheben und mit den Fingern den Boden auflockern. So lässt sich leicht feststellen, ob die Erde feucht ist oder ob die Pflanzen Wasser brauchen!

Wer keinen Rasenschnitt von zu Hause zu Verfügung hat, kann den nutzen, der von den Anwohnern über den Zaun geworfen wird (tw. auch in blauen Säcken bzw. umgefüllt in grünen Körben). Zusammengepappte, faulige Brocken sollten allerdings keine Verwendung finden! Es ist wichtig nur solchen Rasen einzusetzen, auf den kein Unkrautbekämpfungsmittel ausgebracht wurde!

Pflanzanleitung Tomaten

 Wer möchte, kann sich noch zusätzliche Tomaten pflanzen (neben der Gerätekiste stehen drei verschiedene Sorten für jeweils 1 Euro pro Pflanze). Von der Salat-Tomate “Matina” stehen je zwei auf einer ganzen Parzelle. Die Wildtomaten (bilden riesige Büsche und unzählige kleine, süße Früchte) sind in diesem Jahr ausschließlich zum selber Pflanzen! Davon sollten allerhöchstens zwei Pflanzen auf eine halbe Parzelle gesetzt werden.

Zuerst werden die untersten zwei Blattpaare abgebrochen und der Wurzelballen gut angefeuchtet. Zum Pflanzen gräbt man ein langgezogenes Loch, gibt eine Handvoll Hornspäne (im Eimer in der Gerätekiste) gemischt mit Erde hinein und legt die Pflanze dann in das Loch. Sie soll ca. noch zur Hälfte heraus schauen! Vorsichtig die Mulde wieder mit Erde füllen, andrücken und fertig!

 
Wichtig: Tomaten sollten nach Möglichkeit nicht in die Leer-Reihe neben den Kartoffeln gepflanzt werden! Sie sind keine guten Nachbarn.

Tomatenpflege

Tomaten brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit als andere Kulturen: Während ihrer gesamten Wachstumsperiode müssen sie regelmäßig ausgegeizt werden; d.h. man kneift die kleinen, immer wieder neu entstehenden Triebe in den Blattachsen aus und wirft sie unter die Tomate auf den Boden (Tomaten stehen sehr gerne in ihrem eigenen Dunst!!). Das geht ganz einfach mit den Fingernägeln. Das Ausgeizen ist wichtig, damit die Pflanze ihre Kraft nicht in viele Triebe steckt, sondern in möglichst viele Früchte!

Außerdem sollten die Tomaten jetzt hochgebunden werden. Dazu brauchen sie einen Stab als Stütze (entweder die im Handel erhältlichen spiralförmigen Tomatenstäbe, in die der Stängel hineingewunden wird, oder einfach einen stabilen Holzstock, an dem man die Pflanze mit Schnur, Bast oder Bindedraht festbindet).

Beim Gießen ist zu beachten, dass Tomaten nur am Fuß begossen werden wollen und nicht auf den Blättern. Das macht sie sehr krankheitsanfällig!

 Organische Düngung

Manchen Pflanzen reichen die im Boden vorhandenen Nährstoffe für ein gutes Wachstum und den gewünschten Ertrag nicht aus. Sie brauchen deshalb eine zusätzliche Versorgung. Dazu setzen wir Hornspäne ein, einen organischen Dünger, der die Nährstoffe schrittweise über einen langen Zeitraum freisetzt. Trotzdem sollte nicht mehr gedüngt werden als empfohlen – bei Überdüngung wandeln manche Pflanzen den Stickstoff in das gesundheitsschädigende Nitrat um. Grundsätzlich werden die von uns gesetzten Pflanzen auch von uns gedüngt. Für die zusätzlich gepflanzten Kulturen in den Wunschreihen ist jedoch jeder selbst zuständig!

Es ist kein Problem, gepflanzte Kulturen auch nachträglich zu düngen (für den Fall, dass der Eimer leer ist). Dann werden die Hornspäne einfach oben auf die Erde gestreut und mit der Hacke in die oberste Bodenschicht eingearbeitet.

 Jäten

Inzwischen sind in der rechten Hälfte der Parzellen alle gesäten Reihen gut zu sehen. Spätestens jetzt können auch alle, die bisher unsicher waren, sich dort ans Jäten wagen! Zwischen den Reihen kann man mit der Hacke arbeiten, in der Reihe zwischen den einzelnen Pflänzchen sollte man aber besser mit der Hand arbeiten und das Unkraut per “Pinzettengriff” herauszupfen. Recht einfach ist es bei den Steck-Zwiebeln, schwieriger wird es dann in den Reihen mit Möhren oder Lauchzwiebeln... In der gartenglück-Parzelle (Nr. 1) kann man aber nachschauen, nach welchen Pflänzchen man Ausschau halten und was nach erfolgreich beendetem Jäten noch übrig sein sollte!

Lauch abdecken

 

 

Um den Lauch vor dem Besuch der Lauchmotte zu schützen, sollte er am besten mit Vlies abgedeckt werden. Die Lauchmotte kann großen Schaden anrichten: Sie legt ihre Eier an den Pflanzen ab und die Larven fressen dann lange, unansehnliche Gänge durch den gesamten Stängel, so dass er zum Teil gar nicht mehr verwertbar ist. Ein guter Schutz ist Vlies oder ein Insektenschutznetz, das engmaschig genug ist, um die Motten am Hindurchschlüpfen zu hindern.

Neben der Gerätekiste steht ein Korb mit einem langen Stück Vlies, von dem sich jeder ein entsprechend großes Stück abschneiden kann. Der Lauch sollte bis zur Ernte abgedeckt bleiben, entsprechend muss die Vliesgröße auch für die fertigen Pflanzen kalkuliert werden! Die Abdeckung macht natürlich nur Sinn, wenn sie links und rechts bis zum Boden reicht (am besten mit Erde beschweren).

Kartoffeln häufeln

Die äußerste Kartoffelreihe (eine sehr frühe Sorte) ist jetzt hoch genug, um zum ersten Mal gehäufelt zu werden. Dazu lockert man die Erde mit dem Spaten links und rechts der Reihe grob vor (Vorsicht, nicht zu nah an die Pflanzen stechen, die Knollen dürfen nicht beschädigt werden!) und schaufelt sie dann an die Pflanzen heran, so dass eine Art Damm entsteht. Es ist kein Problem, wenn nur noch die Spitzen der Pflanzen heraus gucken!

21.05.06

Pflanzanleitung Lauch

Ziel ist es, möglichst lange, gerade weiße Schäfte zu erhalten. Dazu zieht man eine tiefe Furche, in die noch zusätzlich im Abstand von etwa 15 cm kleine Pflanzlöcher gemacht werden (ca 5 cm tief). Dort hinein wird jeweils ein Lauch-Pflänzchen gesetzt, gut angedrückt und das Loch verschlossen. Bei jedem Unkrauthacken füllt man die Furche etwas weiter mit Erde auf. Wenn sie schließlich ebenerdig geschlossen ist, werden die Pflanzen zusätzlich angehäufelt, so dass sie später auf einem kleinen Damm stehen.

 

In die Furche werden vor dem Pflanzen Hornspäne gestreut (stehen samt Dosierungsanleitung in der Kiste).

Pflanzanleitung Paprika

Paprika sollten in der Reihe etwa 50 cm Abstand zueinander haben. Sie werden bis zu den Keimblättern eingepflanzt. In das Pflanzloch kommen vorher Hornspäne (stehen mit Dosierungsanleitung in der Kiste), ein organischer Dünger, der die Nährstoffe schrittweise über einen langen Zeitraum freisetzt. Bei der Wahl der Wunsch-Reihe nach Möglichkeit nicht die benutzen, die unmittelbar an die Kartoffeln anschließt (Tomaten und Kartoffeln sind eher ungünstige Nachbarn für Paprika)! Nach dem Pflanzen gut angießen!

Paprika sind sehr feuchtigkeitsliebend und wurzeln nur ziemlich flach. Bei Trockenheit besteht die Gefahr, dass Blüten und kleinere Früchte abgestossen werden. Die Pflanzen sind also auf regelmäßige Wasserzufuhr angewiesen. Eine dicke Mulchschicht drum herum aus Grasschnitt oder Stroh bedeutet deshalb viel Arbeitsersparnis!

Drei Wochen nach dem Auspflanzen werden die Paprika angehäufelt. Wahrscheinlich benötigen sie später einen Stock als Stütze, an dem sie hochgebunden werden, damit die Zweige mit den Früchten nicht abbrechen.

Die erste, sogenannte”Königsblüte” (sitzt in der Mitte der ersten Stängelverzweigung) sollte man ausbrechen. Dadurch wird die Verzweigung der Stängel angeregt und die Ernte erhöht. Die frühzeitige Ernte der ersten Frucht erhöht ebenfalls den Fruchtansatz.

Die Paprika, die wir als Samen verschickt haben, bilden zunächst grün-gelbe Früchte (lassen sich dann schon ernten) und reifen dann rot aus. Im rotem Zustand haben sie auch den höchsten Vitamingehalt.

Der Anbau von Paprika, Auberginen und Artischocken kann nur als ein “Experiment” gesehen werden! Der Erfolg ist bei diesen Kulturen sehr wetterabhängig.

18.05.06

Erbsen

Jede Parzelle hat drei Reihen Erbsen: Eine Reihe Zuckererbsen (rechts neben Salat/Kohlrabi) und zwei Reihen Markerbsen (unter dem Netz). Die Erbsen fangen nun schon an, sich an den Netzen festzuhalten bzw. hindurchzuwachsen. Deshalb sollten die Netze unbedingt von den Erbsen abgenommen werden. Über den Zuckererbsen lässt sich das Netz einfach zurückschlagen. In der Mitte über den Markerbsen kann man es durchschneiden, so dass zwei getrennte Netze entstehen. Entlang der Erbsenreihen kann man nun hacken, um sie dann anzuhäufeln. Am besten geht das mit dem Rechen; einfach ein wenig lockere Erde von beiden Seiten vorsichtig an die Erbsen-Reihe heranziehen. Nicht hoch häufeln, es reicht ein kleiner Damm, der den Pflanzen Stabilität gibt. Demnächst steht der Bau einer Erbsen-Rankhilfe an!

Auf Parzelle 1 lassen sich diese Theorien auch in der Praxis anschauen!

Die Eisheiligen sind nun vorbei, alle frostempfindlichen Pflanzen wie z.B. Paprika können also jetzt nach draussen gepflanzt werden!!

Zwiebeln auslichten

Die Steckzwiebeln stehen aufgrund unserer neuen Pflanzmethode an vielen Stellen zu dicht. Wo der Abstand weniger als 6-8 cm beträgt, macht es Sinn einzelne Pflanzen herauszuziehen und als Frühlingszwiebeln zu verwerten. Denn wenn sie zu eng stehen, kann keine große Zwiebel gebildet werden und man erntet im Herbst stattdessen viele kleine...

Jäten

Inzwischen sind in der rechten Hälfte der Parzellen alle gesäten Reihen gut zu sehen. Spätestens jetzt können auch alle, die bisher unsicher waren, sich dort ans jäten wagen! Zwischen den Reihen kann man mit der Hacke arbeiten, in der Reihe zwischen den einzelnen Pflänzchen sollte man aber besser mit der Hand arbeiten und das Unkraut per "Pinzettengriff" herauszupfen. Recht einfach ist es bei den Steck-Zwiebeln, schwieriger wird es dann in den Reihen mit Möhren oder Lauchzwiebeln... In der gartenglück-Parzelle (Nr. 1) kann man aber nachschauen, nach welchen Pflänzchen man Ausschau halten und was nach erfolgreich beendetem Jäten noch übrig sein sollte!

15.05.06

Jungpflanzen

Neben der Gerätekiste stehen jetzt Jungpflanzen von Kopfsalat, Kohlrabi, Wirsing, Brokkoli, Sellerie, Weiß- und Rotkohl sowie Lauch und Fenchel. Eine Pflanzanleitung hängt in der Kiste aus. Saatgut stellen wir Ende der Woche dazu!

 

Anbauplan

Für einen besseren Überblick hier nochmal die genaue Abfolge der Kulturen:

1 Kartoffeln
2 Kartoffeln
3 Kartoffeln
4 Kartoffeln
5 Wunsch-Reihe
6 Steckzwiebeln
7 Möhren früh
8 Steckzwiebeln
9 Möhren früh
10 Lauch-/Bundzwiebeln
11 Spinat
12 Spinat
13 Radieschen (1)
14 Wunsch-Reihe
15 Zuckererbsen
16 Kopfsalat + Kohlrabi (1)
17 Wirsing + Kohlrabi (1)
18 Markerbse
19 Markerbse
20 Brokkoli
21 Sellerie
22 Weißkohl + Rotkohl
23 Kopfsalat + Kohlrabi (2)
24 Kürbis
25 Ringelblumen
26 Möhren spät
27 Schnittlauch
28 Möhren spät
29 Zucchini
30 Buschbohnen (gelb)
31 Petersilie
32 Radieschen (2)
33 Salatrauke
34 Wunsch-Reihe
35 Sommerblumenmix
36 Dill
37 Einlegegurken
38 Zuckermais
39 Salatgurken
40 Atlasblume
41 Basilikum
42 Tomaten
43 Buschbohnen (grün)
44 Rote Bete
45 Rote Bete
46 Pflücksalat
47 Mangold

11.05.06

Wunschreihen

Wer Interesse an Paprika-Jungpflanzen hat, kann sich in die Liste in der Gerätekiste eintragen. Wir machen dann eine Sammelbestellung beim Bio-Gärtner vom Gut Clarenhof in Weiden. Eine Pflanze kostet 0,80 Euro. Paprika sollte allerdings erst Mitte Mai nach den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden, wie auch Auberginen, Artischocken etc. Zu einem späteren Beratungs-Termin bringen wir die Pflanzen mit.Wer Interesse an Paprika-Jungpflanzen hat, kann sich in die Liste in der Gerätekiste eintragen. Wir machen dann eine Sammelbestellung beim Bio-Gärtner vom Gut Clarenhof in Weiden.

Wir geben in Kürze Bescheid, ab wann die Leer-Reihen bepflanzt werden können! Saat- und Pflanzgut stehen dann in bzw. neben der Gerätekiste.

Zwiebeln jäten

In den Zwiebel-Reihen kann schon Unkraut gejätet werden. Dazu am besten keine Hacke verwenden sondern einfach mit der Hand zupfen, damit die unter der Erde liegenden Zwiebeln nicht verletzt werden.

Vorsicht beim Betreten der Parzellen; wir haben inzwischen auch in der rechten Hälfte fertig gesät!

Gießen

Da der große Regen laut Wetterbericht erst nächste Woche zu erwarten ist und der gestrige Schauer alles andere als ergiebig war, ist es nun an der Zeit zu gießen. Am besten abends oder früh morgens! Besonders wichtig ist das Wässern der gepflanzten Kulturen wie Salat, Kohlrabi und der anderen Kohlsorten (etwa alle 2-3 Tage). Kartoffeln und Zwiebeln müssen in keinem Fall gegossen werden; genauso wenig wie die Reihen, in denen noch nichts zu sehen ist. Alles, was wir frisch gesät haben befindet sich noch in Keimruhe, d.h. die Samen "warten" auf den ersten Regen, der dann das Keimen auslöst. Auch die besonders grünen Reihen (in denen wir nach den Eisheiligen Zucchini, Kürbis und Gurken aussäen werden) brauchen kein Wasser; da wächst momentan nur Unkraut!! Wir bitten darum, nicht mehr als nötig zu gießen, damit die Wasserkosten nicht in utopische Höhen steigen...

In Trockenphasen macht es Sinn, Gießgemeinschaften zu bilden (z.B. übers Forum?), so dass nicht jeder mehrmals pro Woche auf den Acker muss!

Erdflöhe am Ruccola

Wegen der Trockenheit vermehren sich die Erdflöhe gerade explosionsartig und machen sich gnadenlos über Ruccola, Pflücksalat und Radieschen her. Ihre Fraßstellen sind die zahlreichen winzigen Löcher in den Blättern. Um größeren Schaden zu verhindern (wie im letzten Jahr beim Ruccola; da wurden die Pflänzchen in diesem Stadium komplett abgefressen) ist es sinnvoll, mit der Gießkanne einmal kurz über die Pflanzen hinweg zu "duschen" - Feuchtigkeit schränkt die Vermehrungsfreude der Erdflöhe deutlich ein!

Kompost

Unkraut am besten einfach umhacken und auf dem Boden liegen lassen. Die Pflanzenteile dienen so als zusätzliche Mulchschicht oder werden von den Regenwürmern abtransportiert und zu dem sehr wertvollen Humus verarbeitet. Das gleiche gilt auch später für Ernteabfälle! Dieses Verfahren nennt sich "Flächenkompostierung". Unkräuter mit großen Wurzeln (besonders der Ampfer, gegen den auch ganz konsequent vorgegangen werden sollte), sollten aber davon ausgeschlossen werden und stattdessen auf den Komposthaufen (rechts vom Wasserfass entlang des Zauns), damit sie nicht wieder anwachsen!

Mulchen - Balsam für den Boden!!

Mulchen ist eine optimale Maßnahme, die Arbeit für Gießen und Unkrauthacken zu verringern und dem Boden einen großen Gefallen zu tun: Dazu wird eine Schicht Rasenschnitt auf dem Boden verteilt: Sie schützt die Erde auch bei starker Sonneneinstrahlung vor dem Austrocknen und bei Regen vor Verschlämmung. Die Erde bleibt unter der Mulchschicht locker, krümelig und feucht. Auch Regenwürmer fühlen sich besonders wohl darunter und werden vom Mulch angezogen! Samen-Unkräuter haben hingegen Schwierigkeiten, hindurchzudringen.

Wichtig ist, dass die Mulchschicht nicht zu dick (sonst kann es zu Fäulnis kommen) und nicht zu dünn (der Boden sollte darunter nicht sichtbar sein) ausgebracht wird. Am besten ist es, die Erde um die Pflanzen vor dem Mulchen zu lockern und wenn nötig etwas zu gießen. Die Schicht muss alle paar Wochen erneuert werden, da sie nach und nach verrottet.

Momentan ist es sinnvoll alle Pflanzen zu mulchen, später nur noch solche, die nicht genügend Blattmasse haben, um den Boden in ihrer Nähe zu beschatten. Achtung: Sellerie nicht direkt an ihrem "Fuß" mulchen - dadurch kann die Knollenbildung verhindert werden! Immer einen kleinen Ring direkt um die Sellerie-Pflanze herum frei lassen.

Dank einer solchen Bodenbedeckung muss deutlich weniger gegossen werden: Zum Testen einfach an einer Stelle das Mulchmaterial anheben und mit den Fingern den Boden auflockern. So lässt sich leicht feststellen, ob die Erde feucht ist oder ob die Pflanzen Wasser brauchen!

Wer keinen Rasenschnitt von zu Hause zu Verfügung hat, kann den nutzen, der von den Anwohnern über den Zaun geworfen wird (tw. auch in blauen Säcken bzw. umgefüllt in grünen Körben). Zusammengepappte, faulige Brocken sollten allerdings keine Verwendung finden! Es ist wichtig nur solchen Rasen einzusetzen, auf den kein Unkrautbekämpfungsmittel ausgebracht wurde!