Pflege- u. Erntekalender

Tipps Juli

Das steht zur Zeit an:

Zucchini-Ernte:


Die Pflanzen sollten regelmäßig auf neue Früchte abgesucht werden. Die rechtzeitige Ernte ist empfehlenswert, da die Früchte in ihrem Größenwachstum kein Halten kennen und (bei guter Wasserversorgung) auch ohne weiteres den Umfang einer gut trainierten Marathonläufer-Wade annehmen können! Auch dann lassen sich die Zucchini noch wunderbar essen, sollten vor dem Verzehr aber geschält und von den Kernen befreit werden. Ein köstliches Rezept zur Verarbeitung solcher „Keulen“ zu Kuchen findet sich auf unserer Homepage unter Zucchini...

Buschbohnen:

Auf den Parzellen wachsen zwei verschiedene Sorten Buschbohnen: Eine gelbe und eine grüne Variante. Beide sind erntereif, wenn die Bohnen schön lang und rund sind. Sie sollten allerdings spätestens dann geerntet werden, wenn sich die einzelnen Körner durch die Schote hindurch deutlich abzeichnen. Lässt man sie zu lange hängen, sind sie nach dem Kochen nicht mehr so zart. Bei der Ernte die Schoten am besten mit den Fingernägeln abknipsen. Nicht einfach abreißen, denn dabei kann es schnell passieren, dass die komplette Pflanze entwurzelt wird. Buschbohnen werden mit der Schote gekocht und gegessen. Die Bohnen-Ernte zieht sich über viele Wochen lang hin; durch regelmäßiges Abernten der reifen Schoten wird die Pflanze angeregt, immer wieder neue Bohnen zu produzieren.

Achtung: Rohe Bohnen sind giftig!

Auch wenn die Bohnen sehr unter dem Wassermangel gelitten haben und zum Teil recht kümmerlich aussehen – abwarten, nach dem Regen erholen sie sich mit Sicherheit wieder! Sollte es erneut so trocken werden, sollten die beiden Bohnenreihen gegossen werden.

Zwiebeln:

Die großen Speisezwiebeln lassen sich zwar vereinzelt schon ernten, sind aber noch nicht lagerfähig! Erst wenn der sogenannte „Schlottenknick“ stattgefunden hat, d.h. das Grün abknickt und vertrocknet,  Für die Lagerung ist es wichtig, dass die Zwiebeln gut getrocknet sind (d.h. evtl. äußerste Schale abblättern und zu Hause ausgebreitet trocknen lassen).
Mangold:

Wie bei der Spinat-Ernte werden immer die äußeren Blätter der Pflanzen abgeschnitten, die dann regelmäßig (bis in den Herbst hinein) nachwachsen. Das Herz muss also unbedingt stehen bleiben!

Möhren-Ernte:

Es lohnt sich, schonmal die Reihen der frühen Möhre zu kontrollieren – Einzelpflanzen sind schon erntereif! Sie fallen durch besonders dicke Stängel auf oder schauen sogar ein wenig oben aus dem Boden heraus. Bei den zwei Reihen handelt es sich um zwei verschiedene frühe Sorten; eine wird lang und spitz, die andere eher kurz und stumpf. In jedem Fall sollten zu eng stehende Pflanzen durch die verfrühte Ernte einzelner Möhrchen vereinzelt werden, sodass die im Boden verbleibenden noch schöne Wurzeln ausbilden können.

Die späte Möhre sollte nicht vor dem Spätsommer geerntet werden, (auch dann nicht, wenn sie schon schön dick ist!) da sie ihr köstliches Aroma erst im September bekommt und vorher ziemlich fade schmeckt. Das Warten lohnt sich also!

Tomaten:

Wie wir gehört haben gibt es immer noch gartenglück-ler, die darauf warten, dass die kleine Wild-Tomate rot wird... Es ist eine gelbe Sorte!!

Gurken-Ernte

Gurken können bei ausreichender Wasserversorgung in beachtlichem Tempo Früchte produzieren! Diese sollten allerdings nicht zu lange an der Pflanze bleiben (bis etwa 20-30 cm Länge), da sie sonst zu groß werden und nur noch geschält verzehrt werden können. In jungem Stadium schmecken die Gurken auch mit Schale köstlich! Sie sollten nur vorsichtig von der Pflanze abgeschnitten und nicht abgedreht werden, da andernfalls die Ranken zerreißen können. Die Ranken von Gurke und Kürbis müssen während ihres sehr zügigen Wachstums gelenkt werden, da sie alle anderen Kulturen bedrängen!



Petersilien-Ernte

Petersilie wird büschelweise ein Stück über der Erde abgeschnitten, wobei wieder die kleinen Herzblätter stehen bleiben sollten. Auf diese Weise lässt sie sich den ganzen Sommer hindurch ernten!

Basilikum-Ernte

Basilikum schneidet man etwa 10-15 cm über dem Boden “radikal” ab. Er treibt immer wieder neu aus und kann so mehrmals im Jahr beerntet werden. Wenn er Blütenansätze ausbildet, lassen sie sich einfach herausknipsen. Stehen die Pflanzen allerdings einmal richtig in Blüte, so ist es besser sie wie beschrieben abzuschneiden und zu kompostieren, um dann auf die nächste Ernte zu warten.

Schnittlauch-Ernte

Auch Schnittlauch wird ein Stück über dem Boden so abgeschnitten, dass er wieder austreiben kann und sich bis in den Herbst hinein beernten lässt.

Brokkoli:

Bei der Ernte ist zu beachten, dass nicht die ganze Kohlpflanze sondern lediglich die Blüte abgeschnitten wird. Denn daraufhin bilden sich viele neue Blüten, die allerdings alle kleiner als die erste sind. Auf diese Weise kann der Brokkoli auch bis in den Herbst hinein beerntet werden!

Der meiste Brokkoli wird relativ zeitgleich erntereif sein. Doch sollte man angesichts der Menge nicht zögern, sondern ihn gleich abernten – Brokkoli lässt sich sehr gut einfrieren!

Erbsen-Abernte

Wer die rechtzeitige Erbsen-Ernte verpasst hat, kann die Schoten auch im vertrockneten Zustand ernten – die Erbsen sind dann auch schon getrocknet und können als Trocken-Erbsen verwendet (oder wieder ausgesät) werden! Sind die Erbsenpflanzen abgeerntet, schneidet man sie am besten direkt über dem Boden ab und lässt die Wurzeln im Boden. (In diesem Jahr ist wegen der Trockenheit keine weitere Ernte zu erwarten!) Erbsen sind Stickstoffsammler (über sogenannte Knöllchen an den Wurzeln) und deshalb wäre es schade, diesen Natur-Dünger zu verschenken! Am besten pflanzt man nach den Erbsen eine starkzehrende Kultur wie z.B. Kohl.


Frühlingszwiebel-Ernte

Die Frühlingszwiebeln werden bei Bedarf nach und nach aus der Erde gezogen, wobei man die dünneren Zwiebeln noch stehen lassen sollte. Bei Trockenheit ist die Ernte allerdings gar nicht so einfach - am besten wartet man feuchtere Witterung ab, damit der komplette Zwiebelschaft herausgezogen werden kann. Die Zwiebeln sind nämlich sehr fest und tief verwurzelt, sodass bei der Ernte schnell nur das Grün in der Hand bleibt... Es hilft, die Erde mit der Grabegabel oder dem Spaten unmittelbar vor den Pflanzen anzulockern, wobei es dann kaum mehr möglich ist, nur die Dicksten herauszuernten. Spätestens wenn sich die Spitzen der Schlotten (also der „Zwiebelblätter“) langsam gelb verfärben, sollten sie komplett geerntet werden!

Kartoffel-Ernte

Wer schonmal eine wahre Köstlichkeit probieren möchte der schnappe sich eine Grabgabel und buddele die ein oder andere (wenn das schon der Fall sein sollte möglichst welk aussehende) Kartoffelpflanze der frühen Sorte (also in einer der beiden äußeren Reihen) aus! Am besten geht das Buddeln mit einer Grabegabel: Von der Seite sticht man möglichst tief in den Damm und schüttet die Erde samt Kartoffeln daneben. So lassen sich die Kartoffeln leicht aus dem Loch und der ausgehobenen Erde heraus sammeln. Wichtig ist, dass die Kartoffeln häufig nicht nur unmittelbar unter der Pflanze zu finden sind und deshalb auch ein wenig rechts und links davon gegraben werden sollte.

An manchen Pflanzen hängt noch die Mutterknolle (sie ist meist ziemlich dunkel und etwas matschig); sie kann mit dem abgestorbenen Kraut auf dem Acker liegen bleiben.  

Auch wenn die Kartoffeln schon schön groß sein sollten, so sollte momentan nur nach Bedarf geerntet werden und noch nicht zum Lagern! Solange das Kartoffelkraut nicht ganz abgestorben ist, sind die Kartoffeln noch nicht schalenfest und damit auch nicht lagerfähig!

Spitzkohl:

Dann ernten, wenn der Kopf schön fest ist!

Rote Bete:

In diesem Jahr haben wir zwei Sorten angebaut: Eine lange, rübenförmige Rote Bete (vom letzten Jahr) und eine kugelige, innen rot-weiß gestreifte Sorte. Die Erntereife der langen Sorte ist gut daran zu erkennen, dass sie einem regelrecht entgegen wächst: Die fertigen Rüben ragen ein ganzes Stück aus der Erde und können bequem herausgezogen werden. Die gestreifte Sorte wird hingegen kugelig rund und ist besonders Rohkost-geeignet.

Weiden

Hochkirchen

Hochkirchen II

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