Für die Nutzung einer Gemüseparzelle im gartenglück gelten folgende Konditionen:

Saisonbeitrag nach Selbsteinschätzung

Ab dem Jahr 2019 bieten wir ein solidarisches Preissystem an. Sie können selbst entscheiden, welchen Jahresbeitrag Sie für Ihre Parzelle bezahlen möchten und können!

kleine Parzelle: 50 m²

  • 180 € ermäßigter Saisonbeitrag
  • 200 € Normalpreis
  • 222 € solidarischer Beitrag

große Parzelle: 100 m²

  • 360 € ermäßigter Saisonbeitrag
  • 400 € Normalpreis
  • 444 € solidarischer Beitrag

                                                 Alle Preise beinhalten 10,7 % MwSt.

 

Mögliche Gründe, den solidarischen Saisonbeitrag zu zahlen:

  • Ich finde gartenglück toll und unterstützenswert! Mein Garten macht mich glücklich, das Gemüse schmeckt köstlich und in der Qualität und Frische kann ich es anderswo kaum kaufen. Mit dem höheren Beitrag möchte ich meine Wertschätzung zeigen!

  • Mir ist klar, dass die Parzellenpreise im gartenglück ziemlich knapp kalkuliert sind...

  • Ich finde die Idee gut, Menschen mit geringerem Budget die Teilnahme am gartenglück zu ermöglichen.

  • Ich weiß um die Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft und finde es gut, dass die Arbeitskräfte auf dem Klefhof und im gartenglück zu fairen Konditionen arbeiten.

  • Ökologisch bewirtschaftete Flächen sind sehr wertvoll geworden, besonders vor dem Hintergrund der immer stärker schwindenden Insekten- und Vogelpopulationen. Projekte wie gartenglück schaffen blühende Nischen zwischen den umliegenden Raps-, Mais- und Zuckerrübenfeldern. Viel Potenzial haben auch die gartenglück-Felder, die vorübergehend pausieren und auf denen zwischenzeitlich kein Gemüse angebaut wird. Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass auch dort noch vermehrt blühende Inseln geschaffen werden können!

  • Der Klefhof gestaltet zum einen auf seinen gartenglück-Feldern in Köln und Troisdorf, zum anderen am Hof und auf seinen Weideflächen im Bergischen Land eine Form der Landwirtschaft, die kleinbäuerlich, ökologisch, partizipativ und bunt ist. Doch solche kleinen & kleinsten Betriebe werden von staatlicher Seite viel zu wenig gefördert, während Großbetriebe mit beachtlichen Summen subventioniert werden.

Anmeldeverfahren

Anhand des Formulares Meine Parzelle können Sie sich unverbindlich als Interessent registrieren. Die Parzellen-Reservierung für die Saison 2019 ist für Neu-Einsteiger ab dem 10. Februar (17 Uhr) online möglich. Mit Ihren Zugangsdaten können Sie sich auf dem Lageplan Ihre gewünschte Parzelle reservieren. "Alteingesessene" gartenglück-ler können sich bereits ab dem 27. Januar (17 Uhr) ihre Parzelle buchen.

Die Anmeldung wird mit der Überweisung des Saisonbeitrags verbindlich. Sie gilt jeweils nur für eine Saison. Mit der Überweisung erklären Sie sich mit den hier genannten Konditionen einverstanden.

Die Buchung einer gartenglück-Parzelle beinhaltet:

  • das Recht zur Beerntung und Bewirtschaftung einer Bioland-zertifizierten Gartenparzelle ab dem Tag der Übergabe bis zur Abernte im November. Es wird mit der Zahlung des Saisonbeitrages auf Sie übertragen. 
  • zum Übergabetermin (je nach Witterung zwischen Anfang und Ende Mai) eine fertig bepflanzte Gemüseparzelle von 100 m² (große Parzelle) bzw. 50 m² (kleine Parzelle), die mit mehr als 30 Gemüsekulturen, Kräutern und Blumen bestückt ist. Saat- und Pflanzgut kommen ausschließlich aus ökologischem Anbau! Die frostempfindlichen Kulturen (Tomate, Gurke, Kürbis & Zucchini) pflanzen wir erst nachdem die Frostgefahr vorüber ist.
  • die Vliesabdeckung der von uns gesetzten Salat- und Kohlpflänzchen zum Schutz vor Vögeln. Für die Entsorgung der Vliese über den Hausmüll ist jeder selbst zuständig.
  • ein Grundsortiment an Werkzeugen zur Pflege und Ernte auf jedem Feld
  • zwischen Mai und Juli: wöchentliche Ackertermine vor Ort mit einem Jungpflanzenmarkt. Zu diesen Terminen verkaufen wir Jungpflanzen und Saatgut aus ökologischer Erzeugung zum Bepflanzen der Wunschreihen und der abgeernteten Reihen. Das Angebot richtet sich nach der Jahreszeit!
  • Wasser: Die Tanks für das Gießwasser werden während der Ackertermine von uns aufgefüllt. Dies geschieht maximal zwei Mal wöchentlich; auch bei großer Trockenheit. Wir können keine "Rundumversorgung" mit Wasser gewährleisten!
  • aktuelle Informationen zum jahreszeitlichen Gartengeschehen im Pflege- & Erntekalender
  • das Forum zum Austausch mit anderen gartenglück-lern. Außerdem können gartenglück-ler im Login-Bereich Kontakt mit den Mit-Gärtnern ihres Standorts aufnehmen.
  • Wer schon mindestens ein Mal auf einem gartenglück-Feld eine Parzelle bewirtschaftet hat, kann sich im darauf folgenden Jahr vor den Neueinsteigern eine Parzelle reservieren.
  • die Möglichkeit zur Teilnahme an einem unserer regelmäßig stattfindenden Workshops, in deren Rahmen wir auf anschauliche und unterhaltsame Art Fachwissen zu verschiedenen Themen rund ums Gärtnern vermitteln.  (Kosten etwa 10 € / Person; Dauer ca. 90 min)

Bedingungen zur Parzellennutzung

gartenglück ist Bio-zertifiziert und gehört dem Bioland-Verband an. Eine unabhängige Kontrollstelle überprüft regelmäßig die Einhaltung der Bioland-Richtlinien vor Ort. gartenglück-Kunden verpflichten sich mit der Überweisung des Saisonbeitrages zur Einhaltung dieser Richtlinien, d.h. insbesondere auf den Einsatz von leichtlöslichem Mineraldünger und chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu verzichten. Bei eigenen Saaten und Pflanzungen dürfen ausschließlich Saatgut und Jungpflanzen aus ökologischer Erzeugung verwendet werden (bei Unklarheiten bitte Rücksprache mit uns halten). Wer sich dem widersetzt, riskiert damit, dass der gesamten Fläche der Öko-Status aberkannt wird!

Es dürfen keine auf Dauer angelegten baulichen Maßnahmen erstellt werden (wie z.B. Folienhäuser u.ä.).  Parzellenabgrenzungen dürfen nicht mit Schnüren, Drähten etc. vorgenommen werden. Ausschließlich Trampelpfade und auf dem Acker vorhandene Materialien sind hierfür zulässig.

Die Geräte, die zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung stehen, müssen im sauberen Zustand an den entsprechend vorgesehenen Platz zurückgebracht werden. Sollten versehentlich Beschädigungen bei der Benutzung entstehen, bitte an uns wenden.

 

Wir behalten uns vor, in den beiden folgenden Fällen Parzellen zurück zu nehmen und neu zu vergeben:

1) Bewusster Verstoß gegen die Bio-Richtlinien: Einsatz von konventionellen Pflanzen und Samen, Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln oder leichtlöslichem Dünger. Ein solcher Verstoß kann dazu führen, dass die gesamte Fläche den Bio-Status verliert!

2) Vernachlässigung der Parzelle: Das Gemüse wird nicht geerntet und vergammelt. Hartnäckige Unkräuter wie Melde, Disteln, Ampfer u.ä. nehmen Überhand.

Mit der Rücknahme und Neuvergabe von Parzellen möchten wir Lebensmittelverschwendung vermeiden!! Eine Rückerstattung des Saisonbeitrags erfolgt nicht.

 

Sonstiges

  • Für selbst mitgebrachte Gegenstände kann keine Haftung übernommen werden.
  • Für Missernten, die auf natürliche Bedingungen zurückzuführen sind, kann keine Haftung übernommen werden.
  • Hunde dürfen nicht mit auf das Feld gebracht werden; sie müssen außerhalb des Ackers warten.

Selbstverständlich-Grundsätzliches

Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass sich alle gartenglück-ler als Teil der Acker-Gemeinschaft auch entsprechend verhalten. Dazu ein paar Stichpunkte:

  • Gemüse auf Nachbarparzellen, das offensichtlich nicht geerntet wird, ist trotzdem das Eigentum anderer und darf nicht ohne Rücksprache mit den Eigentümern mitgenommen werden
  • die Parzellen der anderen gartenglück-ler werden ausschließlich vom "Hauptweg" aus bewundert (d.h. es werden auch keine Abkürzungen quer über das Feld genommen)
  • Feldwege werden nicht mit dem Auto befahren
  • Autos müssen so geparkt werden, dass sie weder Anwohner noch Spaziergänger stören
  • die Wassertanks füllen wir während der Ackertermine auf - das Wasser muss dann für alle reichen
  • auch bei extremer Trockenheit können wir nicht öfter als zwei Mal wöchentlich die Wassertanks befüllen, weil wir dafür jedes Mal aus dem Bergischen Land nach Köln bzw. Troisdorf fahren müssen
  • Urlaubsvertretungen werden vor Ort genau eingewiesen damit es nicht zu Verwechslungen mit Nachbarparzellen kommen kann
  • Gartengeräte werden nach der Benutzung immer wieder zurück in die Gerätekiste / das Gerätehäuschen gebracht und nicht "bis morgen" auf der eigenen Parzelle im Gemüse versteckt
  • der Acker wird durch die vorhandenen Tore betreten; nicht über den herunter gedrückten Zaun
  • Abdeckvliese bleiben nicht am Feldrand oder auf der Parzelle liegen, sondern werden nach Gebrauch mit nach Hause genommen
  • Müll gehört weder auf die Komposthaufen noch an den Feldrand; er muss eingesammelt und zu Hause entsorgt werden